Aschbach

Behaarte Beine, das war gestern

Männerballett ist nicht mehr mit dem von früheren Jahren zu vergleichen. Vielmehr legen die Herren der Schöpfung heute Wert auf ästhetisches Aussehen und gute Performance. In Aschbach traten Gruppen gegeneinander an.
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Das Männerballett der Aschbacher Feuerwehr machte bei der Generalprobe eine gute Figur.  Fotos: Evi Seeger
Das Männerballett der Aschbacher Feuerwehr machte bei der Generalprobe eine gute Figur. Fotos: Evi Seeger
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Aschbach — Was bringt ein "g'standenes Mannsbild" dazu, sich tanzend auf der Bühne einem größeren Publikum zu präsentieren? Wenn es die Choreographie verlangt, sogar halb nackt. Männerballette, vor Jahren noch die komische Nummer bei Faschingsveranstaltungen, haben in letzter Zeit ordentlich aufgeholt.

Behaarte Oberkörper oder Beine sind heute eher die Seltenheit. Viel Wert wird auf Ästhetik und Ausdruck, ja sogar auf Akrobatik gelegt. Und weil sich die Herren der Schöpfung so viel Mühe geben, möchten sie sich auch mit anderen messen und in Wettbewerben möglichst erfolgreich sein.

In Aschbach gibt es schon seit 2003 ein Männerballett. Mittlerweile sogar zwei: Eines stellt der TSV Aschbach und eines die Freiwillige Feuerwehr auf die Beine. Um den Aschbacher Fasching attraktiver zu gestalten, arbeiten die beiden Vereine seit kurzem Hand in Hand. Am Wochenende hatten sie sich Männerballett-Gruppen aus Zeckern, Geiselwind, Markt Bibart, Effeltrich, Sugenheim und Kirchschönbach zum Turnier eingeladen. "Hola die Waldfee" stand als Motto über der Veranstaltung, für die die Halle des Turn- und Sportvereins entsprechend dekoriert war. Johanna Gegner und Anna Lena Weber trainieren die Feuerwehrgruppe. Bei ihrer Arbeit dürfen sie auf die Tanzerfahrung von Franziska Kreß bauen, die "im Hintergrund" zur Verfügung steht.

Alljährlich gegen Ende Oktober, Anfang November beginnen die Proben für die närrische Zeit. Die Feuerwehrler - zwischen 17 und 27 Jahren jung - machen auf der Bühne eine richtig gute Figur. Inspiriert vom James-Bond-Film inszenieren sie in diesem Jahr den Tanz der (lebenden) Toten samt Kostümwechsel als Überraschungseffekt.

"Es macht richtig Spaß, vor Publikum zu tanzen", antwortet Matthias Büttner auf die Frage nach seiner Motivation. Büttner ist der Gerätewart der Feuerwehr und seit mehr als zehn Jahren auf der Bühne. Und ja, es sei schon anstrengend, räumt er ein. "Aber man schaut schon zu Beginn der Saison, dass man einigermaßen in Form ist." Für seinen Ballett-Kollegen Philipp Günster zählt vor allem die tolle Gemeinschaft in der Gruppe.

Außer Konkurrenz

Beim Turnier am Wochenende traten Feuerwehr- und TSV-Ballett als Gastgeber außer Konkurrenz an. In den Vorjahren hatte das Feuerwehrballett auch schon Siege von anderen Turnieren nach Hause getragen. Im Fasching 2018 zeigte die FFW-Truppe unter dem Motto "Ballermann und Baywatch" wesentlich mehr Haut als in dieser Saison.

Am kommenden Wochenende geht es zum Turnier nach Effeltrich. Am Faschingswochenende sind die flotten Männer dann bei der Faschingsveranstaltung in Aschbach und am Rosenmontag in Wachenroth zu bewundern.

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