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Steinberg

Beglückende Chormusik

Ganz im Zeichen schöner Stimmen stand das Chorkonzert des Männerchores "Cäcilia" Steinberg am Sonntag. Gemeinsam mit dem Musikvereins begeisterten die 18 Sänger ihr Publikum.
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Der Männerchor "Cäcilia" Steinberg beim Auftritt in der Pfarrkirche St. Pankratius Foto: Heike Schülein
Der Männerchor "Cäcilia" Steinberg beim Auftritt in der Pfarrkirche St. Pankratius Foto: Heike Schülein

Steinberg —  Im stimmungsvollen Ambiente der von den letzten Sonnenstrahlen in ein sanftes Licht getauchten Pfarrkirche St. Pankratius in Steinberg konnten sich die erfreulich vielen Zuhörer an einer bunten Mischung anspruchsvoller Liedbeiträge erfreuen.

Vom ersten Ton an verstand es Männerchor "Cäcilia" Steinberg, die Zuhörer mit seiner Musikauswahl zu fesseln. Die Mischung passte - und so durften sich alle Freunde guter Musik über schön akzentuierten, fein abgestimmten und harmonisch dargebotenen Chorklang erfreuen. Unter souveräner Leitung von Martin Müller gaben die 18 gestandenen Mannsbilder mit den schönen Stimmen einen ebenso wohlklingenden wie beeindruckenden Einblick in ihr umfangreiches Repertoire.

So erklang im ersten Programmteil ein bunt gemischter Melodienreigen von der berührenden irischen Volksweise "Es klingt ein Lied" über den untrennbar mit den Namen von Roger Miller verbundenen Country-Klassiker "King of the road" bis hin zu "Schöne Welt der hohen Berge" nach Antonín Dvorák. Einen Höhepunkt stellte Brahms berühmter ungarischer Tanz Nr. 6 - im Original ein Instrumentalstück - dar, der von den Sängern einiges abverlangte, aber eindrucksvoll mit dichtem Klang und voll klingenden Tönen gemeistert wurde.

Im zweiten Teil des Konzerts streichelten in Worte gefasste Glaubensbekenntnisse die Seele der Zuhörer - wie Schuberts innig-ergreifendes "Ave Maria" und das einzigartige "Amazing grace", beides auf Deutsch vorgetragen, sowie die berührende Ballade "You raise me up". So schön und beglückend kann Chormusik sein! Veredelt wurden "Ave Maria" und "You raise me up" von Mark Müller von der Berufsfachschule für Musik in Kronach, der beide Stücke feinfühlig nuanciert am Klavier begleitete. Musik, die nicht nur ins Ohr, sondern auch unter die Haut geht, ist auch "Heal the world" - die Hommage an den unvergessenen "King of Pop" Michael Jackson bildete den Abschluss des offiziellen Programms.

Bereichert worden war dieses von Beiträgen des von ihrem neuen Dirigenten Valerij Efremov sehr gut eingestellten Musikvereins Steinberg. Gleich zu Beginn nahmen die Musiker richtig Fahrt auf; gingen sie doch mit ihrem Publikum beim gleichnamigen Konzertmarsch auf eine Entdeckungsreise mit dem holländischen Seefahrer Abel Tasman.

Für Kirchen höchst ungewöhnliche Klänge gab es beim "Gummi-Mambo" mit dem berühmten langen Ton zu hören. Hier galt die ganze Aufmerksamkeit dem grandiosen Trompeten-Solo vom neuen "Mambo-König" Markus Hofmann.

Für ihren donnernden Beifall wurde das Publikum mit zwei stimmungsvollen Zugaben belohnt. Dem musikalischen Abschiedsgruß "Auf Wiedersehen" der Sänger folgte der schmissige "Fliegermarsch" des Musikvereins. Durch das Programm hatte der Sänger Wolfgang Gerber geführt, der viel Interessantes über die Stücke zu berichten wusste.

Eingangs begrüßt wurden die Besucher von Pater Waldemar sowie dem Vorsitzenden des Männergesangvereins, Elmar Fischer. Dieser freute sich sehr über den guten Zuspruch des Konzerts, zu dem er auch Bürgermeisterin Susanne Grebner in Reihen der Gäste begrüßen konnte. Er hoffte, durch den Abend vielleicht dem einen oder anderen Lust auf Singen im Chor oder Musizieren im Orchester gemacht zu haben. Insbesondere der Männerchor brauche dringend musikalischen Nachwuchs.

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