Bamberg
bamberg.inFranken.de  Die Basketballerinnen des Clavius-Gymnasiums legten bei der Schulweltmeisterschaft auf Kreta einen starken Auftritt hin.

Begeisterung und viele neue Erfahrungen

Die Teilnahme an der Schulweltmeisterschaft im Basketball vom 12. bis 20. April in Heraklion (Kreta) war für die Mädchen des Bamberger Clavius-Gymnasiums schon etwas ganz Besonderes: Als Vertreterinne...
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Die CG-Mädchen freuen sich mit ihren Betreuern nach dem Sieg über Estland über die Qualifikation für das Viertelfinale. Foto: p
Die CG-Mädchen freuen sich mit ihren Betreuern nach dem Sieg über Estland über die Qualifikation für das Viertelfinale. Foto: p

Die Teilnahme an der Schulweltmeisterschaft im Basketball vom 12. bis 20. April in Heraklion (Kreta) war für die Mädchen des Bamberger Clavius-Gymnasiums schon etwas ganz Besonderes: Als Vertreterinnen Deutschlands standen sie im Wettstreit um Sieg und Plätze mit 27 weiteren Nationen aus aller Welt.

Gespielt wurde in acht Gruppen, von denen jeweils die ersten beiden Teams sich für das Achtelfinale qualifizierten. Danach begannen die K.o.-Spiele bis zum Finale. Die unterlegenen Mannschaften trafen dann in den Platzierungsrunden aufeinander.

Zum Erreichen des Achtelfinales war somit ein guter Auftakt wichtig. Für das CG ging es dabei gegen Chile, einem Team, das körperlich zwar unterlegen war, aber äußerst quirlig agierte und über sehr gute Distanzschützinnen verfügte. So musste man - trotz einer vorübergehenden Führung im dritten Viertel - eine klare 44:55 Niederlage hinnehmen.

Damit wurde das Spiel gegen Kroatien, dem vermeintlich stärksten Gruppengegner, schon zu einem Ausscheidungsspiel. Dass die CG-Mädchen dieses Team dann locker mit 64:4 abfertigten lag aber daran, dass die kroatische Schule aus Pula zwar den Landessieg errungen hatte, die wichtigsten Spielerinnen aber aus Ausbildungsgründen die Schule wechseln mussten, so dass die Restmannschaft für ein WM-Turnier eigentlich nicht mehr konkurrenzfähig war.

Folglich wurde das letzte Gruppenspiel gegen Bulgarien wieder zum "Endspiel". Nur ein Sieg konnte einen eventuellen Dreiervergleich oder gar das Ausscheiden verhindern. "Unter die besten Sechzehn wollten wir mindestens", spornten sich die Mädels untereinander an. Die Betreuer Birgit Leykam und Jürgen Schardt verlangten volle Konzentration von der ersten Minute an. Die CG-Mädchen siegten schließlich sicher und hochverdient mit 67:45, das Achtelfinale war erreicht.

Dort stand man den Vertreterinnen Estlands gegenüber, einem Team, das in seiner Spielweise dem der Chileninnen glich: hart und aggressiv in der Abwehr, gute Würfe aus der Distanz. Fastbreaks sicherten dann schließlich den verdienten Sieg (46:37) und damit die Teilnahme am Viertelfinale.

Bevor es in diesem Viertelfinale gegen die Türkei ging, stand aber erst einmal der Tag der Nationen und des kulturellen Austauschs auf dem Programm. Das CG war von einer Grundschule in Heraklion eingeladen worden, wo die gesamte Delegation sehr herzlich empfangen wurde. Zahlreiche Gespräche und Kontakte belebten einen zentralen Grundgedanken dieser WM: das Zusammentreffen von jungen Menschen unterschiedlichster Kulturen.

Am nächsten Tag ging es dann im Viertelfinale gegen die Türkei, vertreten durch ein Gymnasium aus Istanbul. Für die CG-Mädchen eigentlich eine unlösbare Aufgabe. Schließlich unterlag man mit 49:54 vergleichsweise knapp. Dass man immerhin gegen den späteren Vizeweltmeister unterlegen war, bestätigte noch einmal die starke Leistung der CG-Mädchen.

Bei den jetzt anstehenden Spielen um die Plätze 5 bis 8 zeigte sich, dass das Turnier für das CG-Team bisher sehr kräftezehrend war. Damit ging die mögliche Revanche gegen Chile um Platz 5 oder 6 erneut verloren: Endergebnis 43:47. Im Spiel um Platz 7 gegen Frankreich unterlag man - stark dezimiert aufgrund diverser Verletzungen - mit 32:61.

Alle teilnehmenden Teams trafen sich schließlich zu den Finalspielen in der Heraklion-Arena und bildeten zusammen mit den einheimischen Zuschauern eine stattliche Kulisse. Die finnischen Mädchen besiegten die Türkinnen mit 70:60. Gastgeber Griechenland stand bei den Jungs Israel gegenüber und verlor nach einem israelischen Dreier in der Schlusssekunde unglücklich mit 78:79. Beide Finalspiele bestätigten noch einmal das überaus hohe Niveau, auf dem sowohl bei den Jungs als auch bei den Mädchen in diesem Turnier gespielt wurde. kl

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