Thurnau
hutschdorf.inFranken.de  Der Gesangverein Hutschdorf feierte seinen 125. Geburtstag.

Begeisternder Liederabend zum Jubiläum

Anlässlich seines 125-jährigen Bestehens hatte sich der Gesangverein Hutschdorf zwei Gastchöre eingeladen, welche jeder auf seine spezielle Weise die Anwesenden positiv überraschte. Im voll besetzten ...
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Zu einem Jubiläum gehören auch Ehrungen. Das Bild zeigt (von links) die Sängergruppenvorsitzende Berthilde Zapf, Reiner Sack und Luise Reif (25 Jahre), Zweiten Bürgermeister Veit Pöhlmann, Stefan Pfisterer (10 Jahre), die Vorsitzende Kathrin Dörfler, Monika Kauper (10), Carina Sack (10), Franziska Busch (10) und Chorleiter Hans-Georg Busch. Foto: privat
Zu einem Jubiläum gehören auch Ehrungen. Das Bild zeigt (von links) die Sängergruppenvorsitzende Berthilde Zapf, Reiner Sack und Luise Reif (25 Jahre), Zweiten Bürgermeister Veit Pöhlmann, Stefan Pfisterer (10 Jahre), die Vorsitzende Kathrin Dörfler, Monika Kauper (10), Carina Sack (10), Franziska Busch (10) und Chorleiter Hans-Georg Busch. Foto: privat

Anlässlich seines 125-jährigen Bestehens hatte sich der Gesangverein Hutschdorf zwei Gastchöre eingeladen, welche jeder auf seine spezielle Weise die Anwesenden positiv überraschte.

Im voll besetzten Thurnauer Schützenhaus konnte die Vorsitzende des Jubelvereins Hutschdorf, Kathrin Dörfler, zahlreiche musikbegeisterte Zuhörer begrüßen, unter ihnen den stellvertretenden Bürgermeister des Marktes Thurnau, Veit Pöhlmann, sowie die Vorsitzende der Sängergruppe Thurnau-Kasendorf, Berthilde Zapf mitsamt vielen Vertretern befreundeter Gesangvereine und dankbaren Zuhörern aus nah und fern.

Veit Pöhlmann lobte in seinem anfängliche Grußwort die enorme Leistungsfähigkeit des gastgebenden Chores und bedankte sich bei den beiden Gastchören für die Bereitschaft, den Jubiläumsabend mit auszugestalten.

Nach der fulminanten perfekten Eröffnung durch den Gesangverein Hutschdorf konnte der Gospelchor "Sound of Faith" aus Kulmbach-Mangersreuth unter der Leitung von Willi Kleinschroth auf seine Weise überzeugen und brachte mit Liedern wie "I will follow him", "Halleluja" und "So groß ist der Herr" sowohl inhaltlich wie auch stimmlich eine ganz neue Klangfarbe zu Gehör.

Auch der Liederkranz 1856 Burgkunstadt, ein reiner Männerchor unter der souveränen, weiblichen, charmanten Leitung von Sophia Malter, erinnerte mit seinen Weisen an die typische Chorliteratur, wie sie von Männergesangsvereinen präsentiert wird: Die Silcher-Klassiker "Lindenbaum", "Untreue" und "Schifferlied" durften an diesem Abend nicht fehlen und wurden inbrünstig vorgetragen. "Ich hab dein Knie gesehen" - mit diesem Stück mit einem gewissen Augenzwinkern erntete der Chor abschließend tosenden Applaus.

Und nun zum Jubiläumschor: ein Aushängeschild in Sachen Chormusik im Landkreis Kulmbach. Was durch die junge Vereinsführung angepackt wird, sowohl im organisatorischen Bereich wie auch auf musikalischer Ebene, hat Hand und Fuß. Nachwuchsmangel - bei diesem gemischten Chor ein Fremdwort.

Mit seinen 30 Sängerinnen und Sängern verfügt der Chor über ein kaum zu überbietendes, ausgeglichenes Sängerpotenzial, alle Stimmen sind homogen aufeinander abgestimmt, Zeugnis der kontinuierlichen professionellen Arbeit des bekannten Chorleiters Hans-Georg Busch, dessen Handschrift bei sämtlichen Darbietungen zu erkennen ist.

Neben der Lockerheit und dem Spaß, den der Dirigent seinen "Schäflein" selbst auf der Bühne vermittelt, steckt zudem enormes sängerisches Potenzial in diesem Laienchor, welches dem Chorleiter stets gelingt, zu fördern und umzusetzen. Toll die Harmonie zwischen Jung und Alt, Frauen- und Männerstimmen.

Genauso facettenreich das ausgewählte Programm: Von Verdi bis hin zu Bette Midler, einen heimischen Komponisten Karl Haus nicht zu vergessen, der Chor bietet musikalischen Höchstgenuss, unterstützt von einem emotional mitgehenden Wolfgang Trottman am Piano. Man kann sich freuen, im Landkreis Kulmbach einen solch florierenden gemischten Chor vorzufinden. Lang anhaltender Applaus war ein Zeichen dafür, dass die Vereinsführung unter der Leitung der Vorsitzenden Kathrin Dörfler bei der Ausgestaltung des Abends sowie der Einladung der Gastchöre alles richtig gemacht hat.

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