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Coburg
Kirche in der krise

Begegnen ohne Kontakt: Gedanken einer FSJlerin im Seelsorgebereich Coburg Stadt und Land

Die Seelsorge wird in diesen Tagen vor viele Herausforderungen gestellt. Man muss sich Gedanken machen, wie man die Gemeindemitglieder während der Corona-Krise erreicht, sie nicht mit ihren Sorgen und...
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M. Kuschbert
M. Kuschbert

Die Seelsorge wird in diesen Tagen vor viele Herausforderungen gestellt. Man muss sich Gedanken machen, wie man die Gemeindemitglieder während der Corona-Krise erreicht, sie nicht mit ihren Sorgen und Ängsten allein lässt. Auch in den Kliniken gibt es diese Herausforderungen, da Patientenbetreuung oft nur telefonisch möglich ist. Das wird auch von Pfarreien als Möglichkeit gesehen, mit den Menschen in Kontakt zu bleiben. Durch soziale Medien ist noch mehr möglich.

Der tägliche Gottesdienst aus der Nagelkapelle im Bamberger Dom und die Frühmesse von Papst Franziskus werden auf Facebook übertragen. Pfarreien übertragen Gottesdienste ebenfalls per Livestream. Als weiteres Angebot stellen Pfarreien/ Priester ihre Impulse oder Anregungen zu einem Hausgebet oder Hausgottesdienst online zur Verfügung. Auch über E-Mail werden Anregungen zum Sonntagsgebet verschickt. Über die sozialen Medien wird über Aktionen informiert - etwa ein Glockenläuten zu einer festgelegten Zeit in den Pfarreien, bei dem zum gemeinsamen Gebet und/oder zum Anzünden einer Kerze aufgerufen wird.

In dieser Zeit merkt man wieder, wie wichtig ein gutes Wort oder auch Anregungen sind, damit die Menschen nicht die Hoffnung und den Glauben verlieren. Das Bibelwort "Wer Ohren hat, der höre" ist in Krisenzeiten wie diesen aktuell wie nie. Dasein und nicht wegducken muss die Devise sein.