Bamberg
Kammermusik

Beethoven im Aufsesshöflein

Unter dem Titel "Bekenntnis" stehen die späten Sonaten für Violine und Hammerklavier von Ludwig van Beethoven auf dem Programm der Reihe "Kammermusik im Aufseßhöflein" am morgigen Samstag, 20 Uhr, und...
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Unter dem Titel "Bekenntnis" stehen die späten Sonaten für Violine und Hammerklavier von Ludwig van Beethoven auf dem Programm der Reihe "Kammermusik im Aufseßhöflein" am morgigen Samstag, 20 Uhr, und am Sonntag, 11. November, um 11 Uhr.

"O ihr Menschen, die ihr mich für feindselig, störrisch oder misanthropisch haltet oder erkläret, wie unrecht tut ihr mir! Ihr wisst nicht die geheime Ursache von dem, was euch so scheinet." So beginnt der 31-jährige Ludwig van Beethoven 1802 einen Brief, den er an seinen Bruder adressiert aber nie absendet, sein "Heiligenstädter Testament". In emphatischen Worten schildert er die Sorge um sein schlechter werdendes Gehör und seine gesellschaftliche Isolation. Im gleichen Jahr schreibt Beethoven die erstaunlich heitere, humorvolle und tänzerische Sonate Nr. 8 - vielleicht als ein Versuch des Widerspruchs gegen sein Schicksal?

In seinen letzten Sonaten für Violine und Hammerklavier zeigt sich Beethovens Kunst in allen Facetten. In diesem Programm ist auch die stürmische, virtuose und zugleich tief empfundene "Kreutzer"-Sonate und seine letzte Sonate Nr. 10, ein Spätwerk von ergreifender Schönheit, zu hören. Eine Lesung seines bewegenden "Heiligenstädter Testaments" ergänzt das musikalische Programm. Die Künstler: Valerie Rubin (Violine), Sheila Arnold (Hammerklavier), Einführung und Lesung: Martin Timphus. Karten gibt es nur im Vorverkauf bei bei rubin@chamber-players.de, Telefon 0152/33513588. red



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