Laden...
Münnerstadt

Baustart an der Mehrzweckhalle

Unmittelbar nach der Podiumsdiskussion am 5. März beginnen die Arbeiten. Die Halle ist bereits ab sofort für den Sportbetrieb geschlossen. Rund 30 Monate werden die Arbeiten andauern.
Artikel drucken Artikel einbetten
Turnvater Jahn, dem der TSV Münnerstadt unmittelbar neben der Mehrzweckhalle ein Denkmal gesetzt hat, wird Zeuge der Mehrzweckhallen-Generalsanierung, mit der Anfang März begonnen wird.  Foto: Thomas Malz
Turnvater Jahn, dem der TSV Münnerstadt unmittelbar neben der Mehrzweckhalle ein Denkmal gesetzt hat, wird Zeuge der Mehrzweckhallen-Generalsanierung, mit der Anfang März begonnen wird. Foto: Thomas Malz

Was lange währt, wird endlich gut. Mit diesem alten Sprichwort könnte man die geplante Generalsanierung der Münnerstädter Mehrzweckhalle beschreiben. Mehrfach war der geplante Baustart aus verschiedenen Gründen verschoben worden, weshalb die zum Schuljahresanfang geschlossene Halle zum Jahresende wieder geöffnet wurde. Zuletzt waren die Verantwortlichen davon ausgegangen, dass es im Frühjahr losgehen kann. Doch nun ging es doch ein wenig schneller. Unmittelbar nach der Podiumsdiskussion mit den vier Kandidaten für das Bürgermeisteramt am Donnerstag, 5. März, wird die Halle ausgeräumt. Am 9. März geht es los. Rund zehn Millionen Euro wird die Modernisierung brutto kosten.

"Das ist die größte Hochbaumaßnahme, die die Stadt Münnerstadt je hatte", betont Bürgermeister Helmut Blank (CSU) im Pressegespräch. Dass es so lange gedauert hat, liege daran, dass ein bestehendes Gebäude generalsaniert wird. "Eine Generalsanierung ist wesentlich schwieriger als ein Neubau."

Wie es angefangen hat

Angefangen hatte alles damit, dass die schwer in Mitleidenschaft gezogene Tartanbahn im Sportzentrum erneuert werden sollte. Dafür gibt es aber keinerlei Fördermittel. Weil aber auch die Mehrzweckhalle sanierungsbedürftig ist, allen voran aus Brandschutzgründen, lag der Fokus schnell auf der Halle, die ja vor allem auch für den Schulsport gebraucht wird. Heizung, Lüftung, Dach und Boden sind nur einige der Dinge, die dringend erneuert werden müssen.

Ausschreibung im Dezember 2015

Zwei Drittel Planungszeit und ein Drittel Bauzeit, so habe es der Projektsteuerer, das Büro WSP, angekündigt, und so komme es auch hin, meint der Bürgermeister. Im Dezember 2015 war das Ausschreibungsverfahren für die Ingenieurleistungen gestartet, vier Monate später beauftragte der Stadtrat das Büro WSP als Projektsteuerer. Im Oktober 2016 wurden dem Stadtrat drei Varianten der Vorplanung vorgestellt. Dieser entschied sich im März 2017 für die Variante 2: eine Schulturnhalle mit einer Versammlungsstätte bis 1000 Personen. Bei dieser Version kommen bei Großveranstaltungen mobile Toiletten zum Einsatz. Variante 1 wäre eine reine Schulsporthalle gewesen, bei Variante 3 wären noch zusätzliche Toiletten gebaut worden.

Nur Schulsporthalle gefördert

Gefördert wird allerdings lediglich die Modernisierung der Schulturnhalle. Und selbst da war unklar, wie viel Fördermittel es gibt. Denn eigentlich ist der Bedarf für eine Dreifelderhalle nicht mehr gegeben. Doch die Regierung von Unterfranken gewährte den Zuschuss trotzdem. Das Zauberwort: Bestandsschutz. Rund 4,2 Millionen Euro beträgt die Fördersumme netto, genauso hoch ist der städtische Anteil. Insgesamt kostet die Hallensanierung also 8,4 Millionen Euro netto, die immer wieder genannten zehn Millionen sind die Bruttokosten, die Mehrwertsteuer bekommt die Stadt in vollem Umfang zurückerstattet, sagen Helmut Bank und der Geschäftsleitende Beamte, Stefan Bierdimpfl.

Aber: "Diese vier Millionen Euro werden die Verschuldung nach oben treiben", so der Bürgermeister. Und nicht nur das. Die gut vier Millionen Euro, die an Zuschüssen fließen, muss die Stadt für dieses und nächstes Jahr ebenfalls vorfinanzieren. Die Fördermittel kommen zwar sicher, werden aber erst später ausgezahlt. Die Halle ist inzwischen wieder für den Sportbetrieb gesperrt. 20 Monate sind als Umbauzeit vorgesehen. "Ziel ist es, die Halle wieder zum Schuljahresbeginn 2021/22 zu öffnen", sagt der Bürgermeister. "Das kann aber nicht garantiert werden."

Der genaue Zeitplan sei bei einem gemeinsamen Gespräch mit Vertretern von WSP, dem Ingenieurbüro Baurconsult, dem TSV Münnerstadt und der Stadt besprochen worden. Die Zusammenarbeit sei sehr gut, sagt der Bürgermeister. Besonders hebt er Heinz Götschel hervor, der den TSV Münnerstadt während der Planungsphase vertreten hat.

"Photovoltaik geht nicht"

Geprüft worden sei auch noch einmal, ob auf dem Hallendach eine Photovoltaikanlage installiert werden kann, informiert Helmut Blank. Das sei allerdings nicht möglich. Die Arbeiten beschränken sich auf die Halle selbst, auf dem Rasenplatz ist der Spielbetrieb möglich. Zum Umkleiden und Duschen müssen die Spieler in die Mittelschule ausweichen.

Verwandte Artikel