Kirchleus

Bauschuttdeponie wird erweitert

Es besteht Handlungsbedarf, denn das Volumen des Areals in Kirchleus ist in diesem Jahr bereits erschöpft.
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Die Bauschuttdeponie in Kirchleus soll erweitert werden. Foto: Archiv
Die Bauschuttdeponie in Kirchleus soll erweitert werden. Foto: Archiv

Die rege Bautätigkeit der vergangenen Jahr hat Folgen, die Bauschuttdeponie in Kirchleus platzt aus allen Nähten und muss erweitert werden. Der Zweckverband "Bauschuttdeponie Kirchleus", der von den Landkreisen Kulmbach und Kronach unterhalten wird, traf in seiner Sitzung am Montag weitreichende Entscheidungen: Für den Erdstoffbereich wird die Ablagerung angepasst, und für den bereits beschlossenen DK-0-Erweiterungsbereich (hier handelt es sich um gering belastete mineralische Abfälle) wurden die Ingenieur-Leistungen vergeben.

Anlieferungen nehmen zu

Für Landrat und Verbandsvorsitzenden Klaus Peter Söllner macht die Anpassung der Tektur für Erdstoffe Sinn, denn in diesem Bereich nehmen die Anlieferungen stetig zu. Die Deponiebedarfsprognose für die Deponie Kirchleus zeigte auch, dass das Volumen in diesem Jahr bereits erschöpft ist. Verbandsvorsitzender Klaus Peter Söllner sprach von einer unglaublichen Entwicklung der Bauschuttdeponie Kirchleus: "Ich kann mich noch gut erinnern, als wir 1996 am Vormittag des Heiligen Abends den notariellen Kaufvertrag für den Kauf des ehemaligen Steinbruches abgeschlossen haben. Wenn man sieht, dass wir im Mittel der letzten drei Jahre das Acht- oder gar Zehnfache gegenüber dem Beginn der Bauschuttdeponie ablagern, dann sieht man, was das für eine Entwicklung genommen hat."

Strategisch günstig gelegen

Die rasante Entwicklung sah der Landrat in erster Linie als Spiegelbild der Bautätigkeit in den letzten fünf Jahren. Hinzukommt, dass die Deponie Kirchleus strategisch günstig zwischen Kulmbach und Kronach liegt. Die betreffenden Bereiche wurden trotz Dauerregen vor Ort besichtigt, wobei Michael Beck gemeinsam mit Norbert Waldhier vom Ingenieurbüro Coplan AG, Weiden, die Planungen kurz vorstellte. So sollen im DK-0-Bereich die bestehenden Höhenlinien erweitert werden, um die Böschungsbereiche weicher zu gestalten. Beck: "Das Plateau bleibt von der Höhe das Gleiche, es wird nur nach außen rausgezogen und angepasst. Das heißt, wir gewinnen neben dem DK-0-Bereich im inneren Bereich auch nach außen hin für den Erdstoff noch einige Kubikmeter."

Schon im Januar Thema

Die Verbandsversammlung hatte bereits im Januar die Anpassung der Tektur im Erdstoffbereich beschlossen und auch beauftragt. Wie Landrat Söllner dazu feststellte, war und ist es notwendig, aufgrund der dynamischen Entwicklung der Bauwirtschaft der letzten zehn Jahre, vorausschauend im Deponiebereich zu planen, insbesondere in den stark wachsenden Bereichen wie im Erdstoffbereich und dem DK-0-Bereich.

Norbert Waldhier stellte anschließend die zwei Alternativen für den DK-0-Erweiterungsbereich vor. Der Zweckverband entschied sich für die Variante II, die nicht nur um rund 60 000 Euro günstiger ist, sondern auch zusätzliche 30 000 Kubikmeter unterbringt. Die Kostenschätzung für die Variante II liegt bei knapp 2,6 Millionen Euro. Das maximale Einlagerungsvolumen für DK-0-Material liegt mit dem Erweiterungsbereich bei 170 000 Kubikmeter.

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