Gädheim

Bauhof und Feuerwehr in einem Haus

Die Gemeinde Gädheim plant den Neubau eines Kombi-Gebäudes.
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In diesem Gebäude ist der Bauhof aktuell im Erdgeschoss untergebracht, wobei die Raum- und Platzsituation mehr als miserabel ist. Im Jahr 2020 soll voraussichtlich mit dem Neubau eines Kombinationsbaus aus Bauhof und Feuerwehrgerätehaus begonnen werden, für das jetzt der Förderantrag gestellt wird.  Foto: Christian Licha
In diesem Gebäude ist der Bauhof aktuell im Erdgeschoss untergebracht, wobei die Raum- und Platzsituation mehr als miserabel ist. Im Jahr 2020 soll voraussichtlich mit dem Neubau eines Kombinationsbaus aus Bauhof und Feuerwehrgerätehaus begonnen werden, für das jetzt der Förderantrag gestellt wird. Foto: Christian Licha

Seinen Antrittsbesuch bei der Gemeinde Gädheim machte Jürgen Hahn vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Rahmen der Gemeinderatssitzung am Montagabend. Zusammen mit Roland Henfling als zuständigem Förster wurde das Gremium über die Aktivitäten im Gemeindewald informiert. Die Planung für das laufende Jahr sieht vor, dass 120 Festmeter Edelhölzer gefällt und vermarktet werden. Bei den erforderlichen Ausgaben von 14 000 Euro ist ein Erlös in Höhe von 50 000 Euro geplant, so dass der Gemeinde ein beträchtlicher Überschuss bleiben wird.

Bürgermeister Peter Kraus (CSU) kündigte an, dass der Haushalt für 2019 wohl im März oder April verabschiedet werden kann. Diese zeitliche Verzögerung ist einem Personalwechsel in der Kämmerei der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Theres geschuldet. Als größte Posten auf der Ausgabenseite werden wohl unter anderem die Kanalsanierung "Mönchshang" in Ottendorf und die Beschaffung eines Mannschaftstransportwagens (MTW) für die Freiwillige Feuerwehr Gädheim-Ottendorf stehen. Ein weiteres Projekt wird die Verlegung des Maintalradweges aufgrund des Mainausbaus sein. "Die Verlegung sollte mittlerweile jedes Jahr passieren, vielleicht klappt es ja 2019", sagte Kraus, der sich damit bereits seit seinem Amtsantritt 2014 beschäftigt.

Der Gemeinderat hat grundsätzlich bereits vor einiger Zeit dem geplanten Neubau des Kombinationsbaus aus Bauhof und Feuerwehrgerätehaus in Gädheim zugestimmt. Nach der Besprechung mit dem Fachberater Feuerwehr der Regierung von Unterfranken kann nach weiterer Abstimmung mit dem Kreisbrandrat nun der Förderantrag für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses gestellt werden. Dabei sind insgesamt Zuschüsse in Höhe von rund 207 000 Euro zu erwarten. Der Gemeinderat bevollmächtigte den Bürgermeister, die notwendigen Unterlagen zusammenzustellen und den Antrag bei der Regierung von Unterfranken einzureichen. Für das neue Gebäude ist die Versorgung in Bezug auf Wärme und Heizung über ein geplantes Blockheizkraftwerk zusammen mit der Grundschule in Vorbereitung. Hierzu finden demnächst Gespräche mit unterschiedlichen Versorgern statt, die ein solches Blockheizkraftwerk bauen und im Auftrag der Gemeinde betreiben könnten. Welche der Varianten, Fremdbetreiber oder Eigenbetrieb, dann wirtschaftlicher sein wird, wird danach ermittelt, erfuhr der Rat.

Bürgermeister Kraus gab auch folgende Informationen der Allianz "Main und Haßberge" bekannt. Zum Thema Mitfahrbänke wurden seit der letzten Gemeinderatssitzung die möglichen Standorte besprochen. Für die Gemeinde Gädheim sind aktuell vier Standorte geplant, wobei an drei Standorten jeweils die Kombination aus Bank und Hinweisstele und an einem Standort nur eine Hinweisstele geplant sind. Das Konzept und Kostenangebote folgen im Lauf der nächsten Wochen.

Künftig barrierefrei

Zu den bereits geplanten gemeinsamen Vergaben der ortsfesten und der ortsveränderlichen elektrischen Prüfung ist eine gemeinsame Schulung für alle Bauhöfe und mittlerweile auch für die Feuerwehren zum Erwerb der notwendigen Prüfungen zum richtigen Umgang mit der Kettensäge in Vorbereitung. Hier werden alle Mitarbeiter aus dem Gädheimer Bauhof auf jeden Fall das sogenannte Modul "C" mit besuchen, in dem es um das Arbeiten mit Kettensägen in Hubsteigern geht.

Als neuer, aber sehr wichtiger Punkt wurde die Thematik der Klärschlammentsorgung als gemeinsames Projekt für die Allianz mit aufgenommen. Aktuell plant der Landkreis die Gründung eines landkreisweiten Zweckverbandes für die Entsorgung der Klärschlämme über das Gemeinschaftskraftwerk in Schweinfurt (GKS). Hier wird sich die Allianz voraussichtlich über den Abwasserzweckverband Theres beteiligen. Das Thema ist deshalb so wichtig, weil aktuell nicht klar ist, wie sich die Entsorgung von Klärschlämmen in Zukunft gestalten wird. Bereits in den letzten zwei Jahren musste die Gemeinde massive Kostensteigerungen der Entsorger hinnehmen.

Kraus erklärte, dass die Bürgermeistersprechstunden ab März im Erdgeschoss des historischen Rathauses abgehalten werden. Damit ist die Sprechstunde dann barrierefrei für alle Bürger zu erreichen.

Im Rahmen der Dorferneuerung Ottendorf findet am Mittwoch, 13. Februar, der nächste Termin des Arbeitskreises "Vereine" statt. Hier soll über die mögliche Zusammenarbeit der einzelnen Vereine weiter diskutiert werden.

Nachdem der Gemeinderat in seiner Januar-Sitzung einen Antrag der Pfarrei Gädheim abgelehnt hatte, wurde dieser Beschluss nach Anhörung von Pfarrer Christian Lutz revidiert. Die Gemeinderäte stimmten jetzt dafür, dass die Pfarrei einen Zuschuss in Höhe von zehn Prozent auf die Kosten von voraussichtlich 8300 Euro für die Begasung der Pfarrkirche erhält. Die Aktion ist nötig, weil dort Holzwürmer Schäden anrichten.

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