Hemhofen

Bauexperte Georg Wahl geht nach 40 Jahren

"Ich habe über die Jahre viele Bürger kennengelernt, und die Menschen in Hemhofen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Diesen täglichen sozialen Kontakt werde ich sehr vermissen", zeigt sich Georg Wahl e...
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Georg Wahl arbeitet seit 1979 im Hemhofener Bauamt. Foto: Schöbel
Georg Wahl arbeitet seit 1979 im Hemhofener Bauamt. Foto: Schöbel

"Ich habe über die Jahre viele Bürger kennengelernt, und die Menschen in Hemhofen sind mir sehr ans Herz gewachsen. Diesen täglichen sozialen Kontakt werde ich sehr vermissen", zeigt sich Georg Wahl etwas wehmütig. Der Verwaltungsfachwirt aus dem Bauamt der Gemeinde Hemhofen geht zum Ende des Jahres in den Ruhestand.

Als "rechte Hand" des Amtsleiters wohnte Wahl unzähligen Bauauschuss-Sitzungen bei und war für die Prüfung der Bauanträge, verkehrsrechtliche Anordnungen sowie das Friedhofswesen zuständig. Wenn Not am Mann war, sprang er auch einmal im Standesamt ein. Der 63-Jährige kam als ehemaliger Zeitsoldat und Quereinsteiger 1979 unter Bürgermeister Georg Eger in das Hemhofener Bauamt. Damals existierte eine Verwaltungsgemeinschaft (VG) mit Röttenbach. Als diese VG zum 1. Januar 1980 wieder aufgelöst wurde, blieb der gebürtige Röttenbacher für viele überraschend in Hemhofen.

Die "Rivalität" zwischen den beiden Gemeinden sieht er entspannt. Seine Mutter stamme aus Hemhofen und in seiner Jugend habe Wahl dort viel Zeit verbracht. "Nur beim Fußball bin ich eindeutig für Röttenbach", gibt er schmunzelnd zu.

Im Lauf der Zeit hat Wahl neben Eger mit Klemens Mölkner, Joachim Wersal und aktuell Ludwig Nagel insgesamt vier Bürgermeister erlebt. Dabei sei die Errichtung der Mehrfachturnhalle Anfang der 1990er Jahre sicherlich das "anspruchsvollste und größte" Vorhaben gewesen, welches er betreut hat. Aber auch den Neubau des Bauhofs in der Peter-Händel-Straße und die Aussegnungshalle am Friedhof in Zeckern zählt der Bauexperte zu den wichtigsten Projekten seiner Dienstzeit.

Endlich Zeit für die Ehefrau

Seinen jungen Nachfolger Max Wölfel arbeitet er seit diesem Jahr in die Materie ein. "Dann wird er nicht sofort ins kalte Wasser geschmissen." Denn mit der Sanierung der Grundschule, dem Baugebiet Zeckern-West und einem möglichen Rathaus-Neubau liegen große Aufgaben auf dem Tisch. "Die Geschicke in Hemhofen werde ich sicher dann mit interessierter Neugierde weiter verfolgen", kann Wahl noch nicht so ganz loslassen.

Trotzdem freut er sich darauf, in Zukunft etwas kürzer treten zu können. Denn obwohl die Arbeit dank moderner Technik oftmals einfacher wurde, sei vieles auch immer schnelllebiger geworden und man stecke das nicht mehr so einfach weg wie früher, gibt der 63-Jährige zu. Für den Ruhestand gibt es noch keine großen Pläne, aber eine ehrenamtliche Tätigkeit könne er sich vorstellen. Eines ist ihm jedoch ganz wichtig: "Auf jeden Fall möchte ich meiner Frau Marianne, die mir über viele Jahre den Rücken frei gehalten hat, nun etwas zurückgeben."

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