Kronach
Landwirtschaft

Bauernverband stellt die Vorzüge von Raps für Mensch und Biene heraus

Der Bayerische Bauernverband (BBV), Kreisverband Kronach, pflanzt pure Energie und hilft Bienen und anderen Insekten. "Raps, diese Pflanze ist nicht nur für uns etwas ganz Besonderes", sagt der Kreiso...
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Leuchtendes Gelb: Der blühende Raps bestimmt zurzeit das Bild auf den Feldern. Foto: K.-H. Hofmann
Leuchtendes Gelb: Der blühende Raps bestimmt zurzeit das Bild auf den Feldern. Foto: K.-H. Hofmann

Der Bayerische Bauernverband (BBV), Kreisverband Kronach, pflanzt pure Energie und hilft Bienen und anderen Insekten. "Raps, diese Pflanze ist nicht nur für uns etwas ganz Besonderes", sagt der Kreisobmann und Vizepräsident des BBV-Bezirks Oberfranken, Erwin Schwarz. Er und sein Stellvertreter Klaus Siegelin sowie die stellvertretende Kreisbäuerin Marina Herr und der Geschäftsführer für Bayreuth, Kronach und Kulmbach, Harald Köppel, stellen gerade ein Informationsbanner an einem vier Hektar großen Rapsfeld bei Kronach auf. Das leuchtende Gelb der Pflanzen ist eine Augenweide und ziert mit seiner Ästhetik eine große Fläche.

Raps ist vielfach verwendbar, erklären die Landwirtschaftsexperten. Rapsöl ist ein hervorragender Vitamin-E-Lieferant. Es hat ungesättigte Fettsäuren wie Omega 6 und Omega 3, welche das aus Raps gewonnenes Rapsöl sehr wertvoll machen. Außerdem kann Rapsöl auch zu Biokraftstoff und Biodiesel umgewandelt werden.

Rapsöl ist aber auch extrem attraktiv für Bienen sowie für alle anderen Wildbienen- und Hummelarten. In 75 Prozent der Blütenbesuche nehmen die Bienen nicht nur Nektar auf, sondern bestäuben auch die Blütenstempel. Wildbienen und Hummeln fliegen nur vom Feldrand aus maximal 250 Meter in ein Rapsfeld. Honigbienen können mit ihren Beuten mitten in das Feld gestellt werden, so dass die Bienen gleichmäßig über das gesamte Rapsfeld verteilt sind.

Ein Hektar Raps kann in einer Blütesaison eine Honigernte von bis zu 494 Kilogramm einbringen. Außerdem ergibt ein Hektar Raps rund 1740 Flaschen Rapsöl, 200 Gläser süßen Honig und Jahresfutter für drei Milchkühe.

Der Raps ist eine wichtige Frucht auch für die Fruchtfolge, erklärt Klaus Siegelin. Gedüngt wird dabei nur, was die Pflanze braucht, wir setzen auf konservierende Bodenbearbeitung. Dadurch wird der Boden geschont, seine Fruchtbarkeit erhöht und sogar Wasser gespart. Pflanzenschutz und Düngung werden ziel- und mengengenau ausgebracht. So bekommt die Pflanze immer nur das, was sie auch verarbeiten kann. Dazu werden alle fünf Jahre Bodenproben gezogen, denn nur dann steht dieselbe Frucht wieder auf dem Feld. Der Raps ist eine wichtige Frucht, weil er die Fruchtfolge auflockert. Und wieder kommt die Biene ins Spiel. Rund die Hälfte des bayerischen Blütenhonigs entsteht aus der Rapsblüte. Um die Bienen zu schützen, werden Pflanzenschutzmittel deshalb zumeist nur nachts in den blühenden Beständen ausgebracht. Denn die Bestäubungsleistung der fleißigen Helfer ist maßgeblich für das Wachstum der Raps-Schoten verantwortlich. Raps ist die Frucht, die am längsten auf dem Feld steht. Sie wird im Herbst gesät und erst im darauffolgenden Sommer geerntet. Es folgt fast ein Jahr Einlagerung der gereinigten Rapskörner, bis sie zur Ölmühle geliefert werden. In der Mühle werden die kleinen schwarzen Kügelchen gepresst. Aus rund einem Drittel des Rapskorns lässt sich kalt gepresstes Speiseöl gewinnen, als Nebenprodukt entsteht Rapskuchen, ein hochwertiges Eiweißfutter für die Tierhaltung. Für uns ist der Raps "rundum eine schöne Pflanze", sagen die BBV-Kreisvorstände. eh

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