Seßlach

Bauern für Böden und Brunnen

Seßlacher Landwirte engagieren sich seit Jahren im Projekt boden:ständig, um ihre Flächen vor Erosion und die Gewässer vor Schadstoffeintrag zu schützen.
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Seßlacher Landwirte engagieren sich im Projekt boden:ständig für den Erhalt des Bodens und sauberes Wasser (von links): Werner Schubert, Günther Grämer, Albert Sebald, Heidi Schulz, Günther Schramm, Michael Ruppert, Johannes Ruppert. Foto: Mia Goller
Seßlacher Landwirte engagieren sich im Projekt boden:ständig für den Erhalt des Bodens und sauberes Wasser (von links): Werner Schubert, Günther Grämer, Albert Sebald, Heidi Schulz, Günther Schramm, Michael Ruppert, Johannes Ruppert. Foto: Mia Goller

Gemeinsam sind sie stark: Die Seßlacher Landwirte, die sich zusammen für gesunde Böden und sauberes Wasser engagieren, sind etwas Besonderes. Was sie zusammenschweißt, sind die gemeinsamen Herausforderungen der "Bayerischen Sahara".

Die Trockenheit begleitet die Menschen hier genauso wie das Trinkwasserproblem: Es gab immer wieder Schwierigkeiten mit den Nitratwerten. Nach einem gemeinsamen Seminar wurde den Teilnehmern klar: "Wir müssen jetzt einfach anfangen und zusammen etwas erreichen."

Das boden:ständig–Projekt in Seßlach lebt in besonderer Weise von den Menschen vor Ort. Das Projektgebiet erstreckt sich über mehrere Ortsteile des Stadtgebietes von Seßlach. Die Akteure sind Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe, konventionell und ökologisch wirtschaftende Höfe. Ackerbauern, Milchvieh- und Schweinehalter.

Neben dem Erosions- und Gewässerschutz ist den Seßlacher Landwirten auch das saubere Grundwasser eine Herzensangelegenheit, da an einem Tiefbrunnen bereits erhöhte Nitratwerte verzeichnet wurden. Schon in den 90er Jahren entstand daher ein Projekt zur gewässerschonenden Landwirtschaft.

Plattform zur Unterstützung

Um weitere Verbesserungen herbeizuführen, nutzen die Landwirte jetzt die Initiative boden:ständig als willkommene Plattform zur Umsetzung von weiteren Bewirtschaftungsmaßnahmen. Uferrandstreifen werden angelegt, die Felder können durch Mulchsaat und Zwischenfruchtanbau besser Wasser speichern.

Weitere Projekte können jetzt umgesetzt werden, weil die Bauern unbürokratisch mitziehen, wie Projektbetreuer Franz Knogler von der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung erklärt: "Dem besonderen Seßlacher Geist ist es auch zu verdanken, dass die Umsetzung baulicher boden:ständig-Maßnahmen über ein wachsendes Flurneuordnungsverfahren erfolgen kann. Mit ihrer Unterschrift, Flächen freiwillig in ein solches Verfahren einzubringen, haben die Bauern den Prozess erheblich beschleunigt und stehen jetzt in den Startlöchern für die Umsetzung erster Maßnahmen."

Das Projekt wird nun noch weiter entwickelt.

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