Lisberg

Bauern entzünden größtes Mahnfeuer

Der Vollmond schien über Lisberg und den Steigerwald, als die partei- und verbandsunabhängige Vereinigung "Land-schafft-Verbindung" ihr Mahnfeuer entzündete. Durch den Feuerschein war der Ort der Demo...
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Zum Lisberger Mahnfeuer kamen Bauern aus dem gesamten Landkreis Bamberg und weit darüber hinaus.  Foto: Joseph Beck
Zum Lisberger Mahnfeuer kamen Bauern aus dem gesamten Landkreis Bamberg und weit darüber hinaus. Foto: Joseph Beck

Der Vollmond schien über Lisberg und den Steigerwald, als die partei- und verbandsunabhängige Vereinigung "Land-schafft-Verbindung" ihr Mahnfeuer entzündete. Durch den Feuerschein war der Ort der Demonstration leicht zu finden.

Auf dem Gelände fuhren Bauern aus dem gesamten Landkreis Bamberg, aber auch aus Lichtenfels, Coburg, Haßfurt, Schweinfurt, Würzburg, Höchstadt und Forchheim vor. Nach Schätzung der Veranstalter waren es rund 200 Traktoren.

Die Landwirte wollten wieder auf ihre Notsituation aufmerksam machen, sich weiter solidarisieren und gegenseitig Mut machen, aber auch mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen. Von der Politik kamen der parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn, der Burgebracher Bürgermeister Johannes Maciejonczyk (beide CSU) und sein Lisberger Kollege Michael Bergrab (FW). Sie stellten sich den Fragen der Bauern und waren längere Zeit mit ihnen im Gespräch.

Trotz aller Beteuerungen sagte dazu später der Demo-Organisator Dieter Laufer: "Die Gespräche mit der Politik laufen sich so langsam tot."

Die Bauern denken deshalb nach, Handelsketten wie Aldi, Lidl, Rewe oder Edeka zu attackieren. Wie das geschehen könne, müsse rechtlich abgesichert werden. Über einige bereits erfolgte Aktionen an Auslieferungslagern sei "so gut wie nichts berichtet" worden, hieß es.

Claus Hochrein, Sprecher von "Land-schafft-Verbindung" in Unterfranken, war auch nach Lisberg gekommen und zeigte sich sehr erfreut über die vielen Demonstranten und Besucher. Zum weiteren Vorgehen meinte er: "Uns rennt die Zeit davon. Das Wasser steht uns bis zum Hals. Was müssen wir noch tun, um nicht unterzugehen?"

Die eEnzigen, die sich von den Nöten und Sorgen ihrer Eltern nicht unterkriegen ließen, waren die Kinder. Sie nutzten die 20 Minitraktoren in der Halle und fuhren eifrig um die Wette.

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