Herzogenaurach

Bauchtanz ist keine Altersfrage

Die Tanzschule Yamuna präsentierte im Herzogenauracher Vereinshaus, wie vielfältig der orientalische Tanz sein kann. Mädchen und Frauen zeigten einzeln und in Gruppen die verschiedenen Stilrichtungen.
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Dass das Tanzen Spaß macht, war den Frauen und Mädchen bei jedem Auftritt vom Gesicht abzulesen. Fotos: Hannah Trapp
Dass das Tanzen Spaß macht, war den Frauen und Mädchen bei jedem Auftritt vom Gesicht abzulesen. Fotos: Hannah Trapp
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Überall Glitzer, ganz viele bunte Farben und eine Menge Weiblichkeit - drei Dinge, die jeder Besucher der orientalischen Tanzshow am Samstag intensiv wahrnehmen durfte. Die Show ist der jährliche Höhepunkt für die Tanzschule "Yamuna", die begeisterten Tänzern seit inzwischen 22 Jahren orientalische Tanzstile beibringt.

Die Tanzshow sei, so Inhaberin Bärbel Wagenbrenner, die Möglichkeit für alle Zuschauer, teilzuhaben an dem, was die Frauen und Mädchen das ganze Jahr über trainiert haben. Diese Möglichkeit wurde gern wahrgenommen, und so war das Vereinshaus in Herzogenaurach beim orientalische Tanzabend sehr gut gefüllt. Die Zuschauer konnten sich an einem abwechslungsreichen, aufregenden und verzaubernden Programm erfreuen.

24 Auftritte

Frauen und Mädchen verschiedenen Alters traten in Gruppen auf, und jede Gruppe überraschte mit einer ganz eigenen Choreografie, einem ganz eigenen Tanzstil und ganz eigenen Outfits. Insgesamt gab es 24 Auftritte, die in zwei Teile gegliedert waren.

Eröffnet wurde der Abend durch einen klassischen orientalischen Tanz, auf den dann die Begrüßung durch die Leiterin folgte. Sie lud ihr Publikum ein, tief in die fremde Welt einzutauchen. "Es wird spannend und abwechslungsreich", versprach sie ihrem Publikum, erklärte folgend die nächsten Tanzgruppen, wie zum Beispiel die Kindergruppe "Addeyo". Das bedeutet "verbinden" oder "verflechten" und solle das Thema des Abends gut beschreiben.

Ein Highlight des Abends war der Auftritt der Gasttänzerin Yilan. Sie ist eine bekannte professionelle Feuer- und Tanzkünstlerin. Yilan überzeugte das Herzogenauracher Publikum durch einen magischen Auftritt mit einer Zauberkugel.

Für Lachen und Schmunzeln sorgte hingegen "Resi", die sich beim Publikum über ihr langweiliges Leben gemeinsam mit ihrem ruheständigen Ehemann beschwerte. Sie stellte dem Publikum die entscheidende Frage, worum es denn im Leben gehe, und beantwortete diese dann selbst mit: "Singen, tanzen, lachen leben, Bauchtanz machen." Folgend tanzte sie ein Solo.

Bei keinem der 24 Auftritte fehlte es an Kreativität oder Ästhetik. Eine Gruppe tanzte mit einem Stock, andere wirbelten farbige Umhänge über die Bühne, die nächsten präsentierten leuchtende Schmetterlingsflügel. Die Bühne war ebenfalls passend gestaltet und glitzerte auffällig.

In der Pause gab es Kuchen und Getränke, außerdem hatte das Publikum die Möglichkeit, am Infostand mit der Tanzschule in Kontakt zu treten oder im Fundus für orientalische Kleidung zu stöbern. Hier wurden Kostüme verkauft: Blau, grün, rot oder orange, mehr Glitzer oder etwas weniger - für jeden Bauchtanzliebhaber war etwas dabei.

Für alle, denen es nach der Show gekribbelt hat, sich selbst einmal im Tanzen zu versuchen, gab es gute Nachrichten: Mittwochs zwischen 17 und 18.15 Uhr findet in der Tanzschule Yamuna ein Anfängerkurs im Bauchtanz statt.

Zum Schluss können die Tänzerinnen und Tanzlehrer sagen, dass ihnen die Entführung des Publikums in eine fremde Welt mehr als gelungen ist, das bestätigte der begeisterte Applaus.

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