Kronach

Bauausschuss setzt ein Signal

Ein Antrag auf Vorbescheid für die Aufstockung eines Wohnhauses in der Kreuzbergstraße führte im Gremium zu einer längeren Diskussion, einer mehrheitlichen Zustimmung und Forderungen nach einer Änderung des Bebauungsplans.
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Erneut sorgte ein Antrag auf Vorbescheid für eine Aufstockung eines Wohnhauses am Kreuzberg für eine längere Diskussion um eine Änderung des Bebauungsplans für dieses Gebiet. Foto: Karl-Heinz Hofmann
Erneut sorgte ein Antrag auf Vorbescheid für eine Aufstockung eines Wohnhauses am Kreuzberg für eine längere Diskussion um eine Änderung des Bebauungsplans für dieses Gebiet. Foto: Karl-Heinz Hofmann

Karl-Heinz Hofmann Jens Schick (FW) erachtete bei der Sitzung des Bau-, Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsausschusses des Stadtrates am Donnerstag eine Zustimmung als "Klasse-Lösung", mokierte sich aber darüber, dass es bei einem ähnlichen Fall große Probleme gebe und nach über einem Jahr immer noch kein Einvernehmen hergestellt sei. Es solle endlich eine vernünftige Bebauungsplanänderung angestrebt werden. Dem schloss sich Tino Vetter (FW) an.

Wolfgang Hümmer plädierte für eine rasche Änderung des Bebauungsplans. Dieser sei über 50 Jahre alt und entspreche nicht mehr den Wohnraumkriterien, wie sie heute gefordert werden.

Mehrheitlich wurde dem Antrag auf Vorbescheid zugestimmt, um ein Signal zu setzen.

Neubau von drei Wohnhäusern

Einem Vorbescheid auf den Neubau von drei Einfamilienwohnhäusern mit Doppelgaragen in Friesen stimmte der Bauausschuss mehrheitlich zu, obwohl Stadtplaner Daniel Gerber seine Bedenken geäußert hatte, dass eine Befürwortung des Vorhabens "die Verfestigung einer spornartigen Erweiterung in den Außenbereich" erwarten lasse und sich das Bauvorhaben im Bereich eines Hundertjährigen Hochwassers befinde.

Angela Degen- Maudaus (FL) erklärte, Wohnungen für Familien müssten an erster Stelle stehen, und auch Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) meinte, man müsse die Möglichkeit zum Bauen geben und Wohnraum schaffen.

Maschinenhalle im Blechgewand

Ein weiteres Bauvorhaben lag erneut vor: der Neubau einer Maschinenhalle mit Garagen und Nebenräumen im Stadtteil Gehülz. Dem Vorhaben war in der Sitzung vom 31. Januar das Einvernehmen versagt worden. Es war aber ein gemeindliches Einvernehmen in Aussicht gestellt worden, wenn für die West- und Südfassade jeweils eine Holzverkleidung geplant wird.

Laut Stadtplaner Gerber soll durch das Vorhaben eine sich in das ländlich-dörflich geprägte Umfeld einfügende Scheune in Holzbauweise durch eine rund 18 Meter lange, 18 Meter breite und acht Meter hohe Maschinenhalle ersetzt werden. Diese ist jedoch, anstatt wie vorgeschlagen in Holzbauweise, mit einer Trapezblechverkleidung der Fassade der Westseite bis auf eine Höhe von 7,30 Metern geplant. Dadurch entstehe in Verbindung mit den in der Südfassade vorgesehenen drei fünf Meter hohen Rolltoren ein gewerblich-industrieller Charakter, was an dem exponierten Standort eine deutliche Beeinträchtigung des Ortsbildes befürchten lasse. Daher sollte das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt werden.

Der Bauwerber selbst erklärte, es handele sich um eine landwirtschaftlich genutzte Halle, in der Großmaschinen wie Mähdrescher abgestellt werden sollen. Dafür seien solche Ausmaße erforderlich und eine Holzbauweise würde in dieser topografischen Lage zu Problemen führen.

Angela Degen-Madaus (FL) meinte, vom Hallenbau hingen wohl der Beruf und die Existenz des Antragstellers ab. Deshalb sollte man dem Bau der Maschinenhalle zustimmen und eine sinnvolle Lösung finden.

Wolfgang Hümmer empfand in diesem Fall eine Trapezblechverkleidung als sinnvoll, allerdings sollte diese in einem dunklen Braunton gehalten werden.

Letztlich erteilte das Gremium auch einer Trapezblechverkleidung in dunkelbraunem Farbton das gemeindliche Einvernehmen, ebenso dem Neubau einer Gerüstlagerhalle in Neuses.

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