Wo früher das Gasthaus "Mehl" und die alte Schule standen, entstehen nun zwei barrierefreie Häuser. Schon 2008 entschied sich der Gemeinderat, das Grundstück neben der St. Mauritius Kirche zu erwerben.
"2009 fand dann eine Seniorenbefragung statt. Diese ergab, dass viele Senioren sich barrierefreies Wohnen in Röttenbach wünschen", berichtete Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) beim Spatenstich am Montag. "Das Grundstück hier ist optimal, da es zentral im Ort liegt, nahe zu Apotheken und Ärzten ist und Grünanlagen in der Nähe sind." Deshalb genehmigte der Gemeinderat auch den Bau der beiden Häuser, die mit einem Übergang verbunden sein werden.
Er berücksichtigte auch, dass das Grundstück einst gekauft wurde, um freie Sicht auf die Kirche zu ermöglichen, weshalb die Wohnhäuser sieben bis acht Meter weiter östlich als die alte Schule und das Gasthaus stehen werden. "Damit hat man einen weitestgehend freien Blick von der Ringstraße auf die Kirche", so der Bürgermeister. "Auch baulich werden sich die neuen Gebäude in die Umgebung integrieren."


Betreuung möglich

Mit dem barrierefreien Wohnen kommt auch erstmals die Caritas nach Röttenbach. Sie erwarb den Mittelteil der Gebäude und bietet dort bei Bedarf Betreuung für Senioren an, unterstützt aber auch die Bewohner der Wohnungen. "Es können dann täglich zehn bis zwölf Senioren betreut werden, was besonders die Angehörigen entlastet", so Dekan Kilian Kemmer, der die Caritas beim Spatenstich vertrat.
Der Bau wird rund zwei Millionen Euro kosten und soll bis November 2018 fertiggestellt sein. Dann können die ersten Bewohner einziehen. "Bis auf zwei Wohnungen ist alles schon verkauft", berichtet Markus Grasser von der Bayerischen Gesellschaft für Wohneigentum, die den Bau zusammen mit Architekt Harald Fuchs leitet. "Es gibt auch Kapitalanleger, die ihr Geld investieren", so Grasser. Das sei besonders für die Gemeinde erfreulich, da sie möchte, dass man sich im barrierefreien Wohnen auch einmieten kann. Für ihre Wohnung müssen die Käufer, die nicht nur aus Röttenbach, sondern beispielsweise auch aus Bamberg kommen, 3200 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Dass nicht nur Einheimische hier wohnen werden, zeige wie sehr die Lage Röttenbachs mit der Nähe zu Erlangen geschätzt werde. ep