Laden...
Michelau

Bares gab es vor allem für Rares

Die Nachfrage bei der Michelauer Fotobörse war nicht so stark wie sonst.
Artikel drucken Artikel einbetten
Im Gegensatz zum Online-Handel kann man bei der Börse die Fotogeräte in die Hand nehmen und vor Ort prüfen. Foto: Klaus Gagel
Im Gegensatz zum Online-Handel kann man bei der Börse die Fotogeräte in die Hand nehmen und vor Ort prüfen. Foto: Klaus Gagel

Normalerweise ist schlechtes Wetter gut für Indoor-Veranstaltungen. Nicht so bei der Fotobörse 2019, zu welcher der Fotoclub Michelau in die Angerturnhalle eingeladen hatte. Heftiger Regen und Sturmböen hielten offensichtlich einige Fotofreunde, die ansonsten von weit her in die Korbmachergemeinde kommen, davon ab, sich am Sonntagmorgen auf den Weg zu machen.

Dennoch war Georg Klerner, der Vorsitzende des Michelauer Fotoclubs, insgesamt zufrieden mit dem Ergebnis. Fotofreunde aus Lichtenfels, Weidhausen und Kulmbach zählten zu den Besuchern. Ansonsten vermisste man einige bekannte Gesichter die zu den Stammgästen der Fotobörse gehören.

Digitales kaum im Angebot

Man merkte das Defizit auch an den Kaufbewegungen. Beim Angebot lag der Schwerpunkt immer noch immer deutlich bei den älteren analogen Modellen. Eigentlich schade, denn immerhin gibt es die Digitalfotografie nun schon seit über 20 Jahren. Entsprechend viele ältere Stücke dürften im Umlauf sein, doch die werden nur bedingt zum Kauf angeboten.

Zu den altbekannten Anbietern gesellten sich neue Aussteller aus Dachau, eine Gruppe des Fotoclubs Veitshöchheim, Nürnberg, Leinach und Schweinfurt. Namhafte Marken von Canon über Hasselblad bis hin zu Olympus und Zeiss füllten die über 50 Tische.

Bei den neueren Angeboten zückten viele Kaufinteressenten ihr Handy, um den Verkaufspreis mit den Online-Angeboten zu vergleichen. Denn Ebay und Co. sind eine ernst zu nehmende Konkurrenz für eine Fotobörse. Allerdings darf man den Vorteil eines Direktkaufs auch nicht unterschätzen. Der Kunde kann die Ware in die Hand nehmen und vor dem Kauf prüfen. Das Risiko, auf einen Betrüger hereinzufallen, besteht somit nicht. Auch Fragen zu Reparaturen, Ersatzteilen wurden beantwortet und wer wollte, konnte seine alten Fotogeräte auch zum Kauf anbieten.

Auf Interesse stießen die echten Raritäten, zu denen die bekannten Holzkameras und Fotoapparate mit Balgenauszug gehören. Auch ältere Fotozeitschriften, Werbemittel und Bedienungsanleitungen fanden ihren Abnehmer. Ein eigener Bereich war dem Zubehör für ein Fotolabor gewidmet, und interessanterweise stießen auch die früheren Sofortbildkameras auf das Interesse einiger Käufer.

Die Mitglieder des Michelauer Fotoclubs trugen ihren Teil zum Gelingen der Börse bei. Dazu gehörten nicht nur die umfangreichen Auf- und Abbauarbeiten, sondern auch die Kuchenspenden, die sich die Besucher schmecken ließen. "Wir hätten uns zwar die Besucherzahlen des Vorjahres gewünscht, aber wir sind mit dem Ergebnis der Börse rundum zufrieden", lautete am Endes das Fazit des Fotoclubvorsitzenden

Verwandte Artikel