Kulmbach

Bank sieht Zukunft positiv

Trotz "äußerst schwieriger Rahmenbedingungen" ist der Vorstand der VR-Bank Oberfranken-Mitte zufrieden.
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Das VR-Bank-Gebäude in Kulmbach Foto: Archiv/Stephan Tiroch
Das VR-Bank-Gebäude in Kulmbach Foto: Archiv/Stephan Tiroch

Genau 149 stimmberechtigte Mitglieder der VR Oberfranken Mitte sind zur Präsentation des Jahresabschlusses gekommen. Der VR-Bank Oberfranken Mitte traten im vergangenen Jahr 1036 neue Mitglieder bei, abzüglich der gekündigten und verstorbenen Mitgliedschaften ist das immer noch ein Nettomitgliederzuwachs von 239.

Vorstand Dieter Bordihn freute sich über diese positive Entwicklung, relativierte die Begeisterung allerdings. Denn die Rahmenbedingungen für Banken seien "äußerst schwierig". Das Zinsniveau ist niedrig, die Kosten für überbordende Regulatorik steigen und der Wettbewerbsdruck nehme immer weiter zu. Hinzu komme, dass sich das Kaufverhalten der Menschen ändere, dass Online-Banking inzwischen von 59 Prozent der Kunden genutzt werde und der Anteil stetig steige. "Die Kundenfrequenz in unseren Geschäftsstellen geht deutlich zurück, dabei steigt der Anspruch an hochwertige qualifizierte Beratung", so Bordihn.

Nur natürliche Fluktuation

Die VR-Bank Oberfranken Mitte verfügt über 23 Bankstellen sowie 31 Geldautomaten, und sie beschäftigt 223 Mitarbeiter. "Unsere Stärke ist die Präsenz vor Ort, und die wollen wir auch beibehalten", so Bordihn. Deshalb stünden keine drastischen Personalabbaumaßnahmen an. Lediglich natürliche Fluktuation solle genutzt werden.

Die Bilanzsumme der VR-Bank Oberfranken Mitte lag 2018 bei 1,2 Milliarden Euro - ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (minus 1,67 Prozent). Dennoch könne man sich entspannt zurücklehnen, machte Vorstand Stephan Ringwald klar. Denn der Wert liege deutlich über der durchschnittlichen Bilanzsumme der oberfränkischen und der bayerischen Genossenschaftsbanken. Die Kundengelder wurden auf 956,4 Millionen Euro zurückgeführt.

Über 600 Millionen Euro Kredite

Die Kreditvergabe laufe bestens. 2018 konnte die VR-Bank. Oberfranken Mitte an private und gewerbliche Kunden Kredite in Höhe von insgesamt 604,3 Millionen Euro vergeben. Die tatsächliche Inanspruchnahme lag zum Jahresende bei 462,8 Millionen Euro.

"Aber warten Sie bloß nicht auf Zinsen", so Ringwald. "Die Zeit der Nullzinsen ist im nächsten Jahr vorbei, hat die Europäische Zentralbank versprochen. Dazu wird es nicht kommen." Stattdessen sorge die instabile politische Lage in etlichen EU-Ländern und weltweit für Verwerfungen.

Den Mitgliedern wurde eine Dividende von 2,25 Prozent ausbezahlt. Die VR-Bank Oberfranken Mitte hat rund 180 000 Euro an soziale, umweltorientierte, kulturelle und sportliche Einrichtungen gespendet.

Beim Jahresabschluss wurden die Aufsichtsräte Alexander Meile, Frank Wich und Gerhard Wunder wiedergewählt.

Auch Oberbürgermeister Henry Schramm und Landrat Klaus Peter Söllner waren bei der Jahresabschlussveranstaltung. "Die VR-Bank Oberfranken Mitte war immer ein verlässlicher Partner an der Seite der Kommunalpolitik", lobte Söllner. Auch im Landkreis Kulmbach sei zu spüren, dass die "urbane Gesellschaft andere Interessen verfolgt als Menschen im ländlichen Raum". Deshalb sei es wichtig, die Bedingungen im ländlichen Raum zu stärken.

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