Eggolsheim

Bammersdorf ist attraktiv

32 Reihenhäuser könnten am Ortsrand entstehen. Für das Baugebiet an der Schirnaidler Straße in Eggolsheim wurden Bebauungsplan und Grünordnungsplan vorgestellt.
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Die Deutsche-Reihenhaus-AG will auf einem großen Grundstück am Ortsrand von Bammersdorf insgesamt 32 Reihenhäuser errichten. In der Sitzung des Marktgemeinderates Eggolsheim stellte der Projektentwickler Paul Papendiek den ersten Entwurf vor.

Der sozialpolitische Ansatz des Unternehmens, bezahlbares Wohneigentum für Familien zu schaffen, stellte für Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB) einen wesentlichen Aspekt dar: "Die Nachfragen sind da." Er wollte von Papendiek wissen, ob Eggolsheimer bevorzugt werden könnten. "Für einen bestimmten Zeitraum ist das ein vorstellbarer Weg", versicherte der Projektentwickler, der betonte, dass Bammersdorf mit seiner Nähe zu Forchheim und Erlangen ein attraktiver Standort sei.

In der Bürgerversammlung

In der Diskussion waren sich die Gemeinderäte darin einig, dass die Bammersdorfer selbst einbezogen werden sollten. Daher hielten sie an ihrem positiven Beschluss vom 30. Januar 2018 fest und votierten dafür, das Projekt in der Bürgerversammlung im kommenden Jahr vorzustellen.

Leonhard Valier vom Büro für Städtebau und Bauleitplanung aus Bamberg stellte den Bebauungsplan und den integrierten Grünordnungsplan für das künftige Baugebiet an der Schirnaidler Straße in Eggolsheim vor. Als freiwillige Ausgleichsmaßnahme soll eine Streuobstwiese angelegt werden. Außerdem sind 28 Nistkästen für Vögel und fünf Kästen für Fledermäuse als Artenschutzmaßnahme vorgesehen.

Auf Bitten von Bürgermeister Claus Schwarzmann hatte Alfons Schumm, Vorsitzender des Gartenbauvereins Eggolsheim, sämtliche wertvollen und damit erhaltenswerten Bäume markiert. Die von der Josefsstiftung geplanten Gebäude könnten so errichtet werden, dass viele von ihnen erhalten bleiben, zeigte Schwarzmann auf. Er projizierte über der Aufnahme mit den Bäumen die auf dem Gelände geplanten Gebäude. "Die schönste Streuobstwiese war mal im Hager Bichl", erinnerte der Bürgermeister daran, dass dort jetzt Einfamilienhäuser stehen. Die geplanten Baugebiete entsprächen dem heimischen Bedarf, versicherte Schwarzmann: "Allein mit Innenentwicklung gelingt es nicht, die Nachfrage zu befriedigen."

Mit einer Gegenstimme beauftragten die Marktgemeinderäte Verwaltung und Planungsbüro mit der Beteiligung von Öffentlichkeit und Behörden. Dem Plan für das Gebiet neben dem Seniorenwohnheim an der Schirnaidler Straße stimmten die Marktgemeinderäte einhellig zu.

Auch der Bedarfsmitteilung zur Städtebauförderung an die Regierung von Oberfranken stimmten alle Marktgemeinderäte zu. Die angemeldeten förderfähigen Investitionen belaufen sich auf rund 290 000 Euro. Auf Wunsch der Gemeinderäte legte Geschäftsleiter Stefan Loch eine Liste der geplanten Maßnahmen vor. "Das ist zunächst nur eine Absichtserklärung", wies Schwarzmann darauf hin, dass der Gemeinderat später über jede einzelne Maßnahme endgültig zu entscheiden habe.

Da der Betrieb der Biogasanlage Eggolsheim für die Bürger mit Geruchsbelästigungen verbunden ist, fand eine Besichtigung und eine Besprechung mit den Stadtwerken statt, zusätzlich setzte Bürgermeister Schwarzmann im Namen des Marktgemeinderates ein Schreiben an den Betreiber auf, welches in der Sitzung vorgestellt wurde: "Wir haben jetzt das Landratsamt eingeschaltet", informierte Schwarzmann die Marktgemeinderäte.

Da beim Ausbau des Radweges an der Bahnhofstraße Eggolsheim mehr Kosten abgerechnet wurden, stellte das Ingenieurbüro Sauer und Harrer die geprüfte Schlussrechnung vor und begründete die Mehrkosten. "Es ist bereits alles gezahlt", versicherte Schwarzmann, der die Rechnungen damit dokumentieren wollte. Mit zwei Gegenstimmen akzeptierten die Gemeinderäte die Mehrkosten.

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