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Bamberg
Konjunkturumfrage

Bamberger Unternehmen gehen die Zukunft zurückhaltender an

Die Unternehmer aus Stadt und Landkreis Bamberg geben in der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken ein gemischtes Stimmungsbild wieder. Die aktuelle Geschäf...
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Die Unternehmer aus Stadt und Landkreis Bamberg geben in der jüngsten Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken ein gemischtes Stimmungsbild wieder. Die aktuelle Geschäftslage wird auch im Frühjahr mehrheitlich gut oder befriedigend eingestuft, jedoch verringert sich der positive Saldo, heißt es in der Pressemitteilung. Die Erwartungen an die Wirtschaftsentwicklung der kommenden Monate werden allerdings von der Bamberger Wirtschaft nicht länger positiv, sondern ausgeglichen eingestuft. "Über alle Branchen hinweg ist die Lage der Wirtschaft aus Stadt und Landkreis Bamberg zwar nach wie vor positiv, doch die vielen negativen Nachrichten gehen nicht spurlos an unseren Unternehmen vorbei", so die die Vorsitzende des IHK-Gremiums Bamberg, IHK-Präsidentin Sonja Weigand.

37 Prozent der Unternehmen vermelden eine gute wirtschaftliche Situation. Hinzu kommen weitere 52 Prozent, die die eigene Geschäftslage als befriedigend bezeichnen. Von einer schlechten aktuellen Geschäftslage berichten elf Prozent der Befragten. Im Vergleich zum Jahreswechsel ergeben sich kaum Veränderungen. Signifikant sind die Auftragsrückgänge aus dem In- und Ausland, die vor allem in der Industrie zu verzeichnen sind. "Die Aufträge von heute sind die Umsätze von morgen. Bleiben sie dauerhaft aus, wird es zu einer konjunkturellen Abkühlung kommen", warnt Sonja Weigand.

Der Ausblick auf die kommenden zwölf Monate fällt bei den Firmen aus der Wirtschaftsregion Bamberg verhalten aus. "Die Euphorie der letzten Monate ist verflogen", berichtet die IHK. Jeweils 19 Prozent der befragten Firmenlenker rechnen mit einer sich verbessernden bzw. sich verschlechternden Geschäftslage.

Die zunehmende Zurückhaltung betreffe auch die Investitionsplanungen der Unternehmen. Weiterhin planen die Betriebe aus Stadt und Landkreis Bamberg zwar, die Investitionen zu steigern oder das Investitionsniveau zumindest beibehalten zu wollen. Allerdings ist die Investitionsneigung rückläufig. Die Beschäftigtenzahlen sollen nach den Planungen der befragten Firmen in den nächsten zwölf Monaten jedoch gesteigert werden.

"Noch herrscht vor allem Vorsicht und keine Krisenstimmung. Die anstehenden Herausforderungen für unsere Unternehmen unterscheiden sich je nach Branche und Marktumfeld stark. Vor allem aber die für unseren Standort so wichtige Automobilzulieferindustrie blickt sorgenvoll in die Zukunft", betont Sonja Weigand. red