Bamberg
Antrag

Bamberger SPD fordert Wohnraumkonzept

Um Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zu schaffen, bedarf es neuer Konzepte bei der Erstellung von Bebauungsplänen und der Vergabe städtischer Grundstücke, erklärte der baupolitische Sprecher d...
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Um Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten zu schaffen, bedarf es neuer Konzepte bei der Erstellung von Bebauungsplänen und der Vergabe städtischer Grundstücke, erklärte der baupolitische Sprecher der SPD Stadtratsfraktion, Heinz Kuntke, in der letzten Fraktionssitzung. Zukünftig sollen bei Grundstücksgeschäften der Stadt nicht mehr ausschließlich der Marktpreis, sondern auch soziale und ökologische Gesichtspunkte wie zum Beispiel die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum berücksichtigt werden.

Die SPD- Fraktion fordert nun in einem Antrag von der Stadtverwaltung, bei zukünftigen Grundstücksgeschäften im Vorfeld von Grundstücksvergaben ein Konzept zu erarbeiten, das auch ökologische und soziale Aspekte berücksichtigt und bei der eine Vergabe auch unter dem Marktpreis erfolgen kann. So solle schon vor der Vergabe städtischer Grundstücke ein Kriterienkatalog erarbeitet werden, in dem auch altersgerechte Wohnformen mit aufgenommen werden.

Stadträtin Karin Gottschall legt der Pressemitteilung zufolge besonderen Wert darauf, dass man die Erfahrungen aus anderen Städten wie Wien und München mit einbezieht. Wie viele Städte in Deutschland leide auch Bamberg unter dem Problem, dass zu wenig bezahlbarer Wohnraum für alle Gesellschaftsschichten vorhanden sei. Gottschall: "Mietpreise steigen für Senioren, Familien und Studenten und ein hoher Teil des Einkommens muss für Wohnen ausgegeben werden."

Dass es anders gehe, zeigt laut der Stadträtin die österreichische Hauptstadt Wien, wo es vielfach günstige Mieten für breite Schichten der Bevölkerung gebe. Über 60 Prozent der Wiener lebten in einer geförderten oder kommunalen Wohnung und würden hierbei zwischen fünf und neun Euro Bruttomiete pro Quadratmeter zahlen. Die Stadt Wien baue Wohnungen für eine breite Masse der Bevölkerung, nicht nur für Bedürftige, da Wohnen zur Grundversorgung gehöre.

Die SPD-Fraktion beantragt deshalb, bei Grundstücksvergaben und Geschäften nur diejenigen Investoren zu berücksichtigen, deren Vorhaben vorgegebenen Kriterien entsprechen und bei der Erarbeitung der Kriterien Erfahrungen aus anderen Städten wie Wien und München mit einzubeziehen. red

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