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Bamberger Schwimmer trauern um Hans Meixner

Bamberg — "Erste Welle, und tschubb." Diesen Satz werden wahrscheinlich noch viele Hunderte Bamberger kennen, wenn sie an ihren ersten Schwimmunterricht denken. Das wahrscheinlich ...
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Hans Meixner
Hans Meixner
Bamberg — "Erste Welle, und tschubb." Diesen Satz werden wahrscheinlich noch viele Hunderte Bamberger kennen, wenn sie an ihren ersten Schwimmunterricht denken. Das wahrscheinlich markanteste Gesicht des Bamberger Schwimmsports, Hans Meixner, ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
Sein Verein, der WSV Neptun Bamberg, hat ihm sehr viel zu verdanken. Meixner hat Anfang der Sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Schwimmabteilung des WSV Neptun aufgebaut und sie als Schwimmwart auch viele Jahre geleitet. Der Bau aller Becken auf dem Vereinsgelände trägt seine Handschrift. Den neuesten Schwimmbadtechniken galt sein Interesse, die dann auch im Neptun ihre entsprechende Anwendung fanden und heute noch modern sind. Selbst den Bau des neuen Hallenbades, dem Bambados, hat Meixner als Gründungsmitglied des Fördervereins vorangetrieben.


Den Verein geprägt

Als Vorstandsmitglied prägte er entscheidend den Werdegang des Vereins. Er hat sich darum gekümmert, dass der WSV in den Fünfzigern wieder seine Platzanlage im Stadteil Bughof in Betrieb nehmen konnte. Meixners Aufgabengebiet umfasste die Platzanlage und Technik rund um die Becken im WSV Neptun. Für seinen Verein war er allzeit einsatzbereit und verbrachte viel Zeit auf dem Gelände. Er war immer und für jeden ansprechbar. Meixner war der Inbegriff des WSV Neptun, weshalb er nicht zu Unrecht "Mister Neptun" genannt wurde.
Neben der Vereinstätigkeit gab es aber eine Leidenschaft, die ihn für alle unersetzlich machte: Seine große Liebe zu den Schwimmern. Ob Groß oder Klein, ihnen galt sein ganzes Engagement von Anfang an. Mit unendlicher Geduld, dem großen Wissen und seiner liebenswerten Art schaffte er es jedes Jahr, immer wieder Dutzenden von Kindern das Schwimmen beizubringen.


Fröhlich und bescheiden

Auch der Leistungssport wäre ohne Meixner undenkbar. Als Trainer führte er die Neptunler zu den ersten Wettkämpfen und erwarb sich schon bald einen ausgezeichneten Ruf über Oberfranken hinaus. Mit seinen Schwimmern ging er durch Dick und Dünn und war immer für sie da. Seine Bescheidenheit und Fröhlichkeit, sein Charme, aber auch seine Hartnäckigkeit waren überall bekannt. Auch in letzter Zeit ließ er es sich nicht nehmen, die Wettkämpfe in der näheren Umgebung zu besuchen, um seine Schwimmer anzufeuern und deren Entwicklung zu verfolgen. Er war die Seele des WSV Neptun und des Bamberger Schwimmsports. red

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