Szenische Lesung

Bamberger Schauspieler zeigen bislang unbekannte Hotzenplotz-Geschichte

Im Jahr 2013 ist Otfried Preußler zwar gestorben, seine Figuren jedoch, mit denen ganze Generationen von Kindern groß geworden sind, bleiben unsterblich: der kleine Wassermann, die kleine Hexe, das kl...
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Franz Tröger (l.), Aline Joers und Patrick Schmitz spielen in Höchstadt "Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete". Foto: Musenwunder
Franz Tröger (l.), Aline Joers und Patrick Schmitz spielen in Höchstadt "Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete". Foto: Musenwunder

Im Jahr 2013 ist Otfried Preußler zwar gestorben, seine Figuren jedoch, mit denen ganze Generationen von Kindern groß geworden sind, bleiben unsterblich: der kleine Wassermann, die kleine Hexe, das kleine Gespenst und natürlich der Räuber Hotzenplotz. Eine bislang unbekannte Hotzenplotz-Geschichte gibt es am Freitag, 16. November, um 16 Uhr in der Ritter-von-Spix-Schule.

"Der Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete" ist von der Tochter Preußlers in dessen Nachlass entdeckt worden. Das heißt: Aufmerksame Literaturwissenschaftler stellten fest, dass die "Mondrakete" an eher versteckten Orten schon Ende der sechziger Jahre erschienen ist. Doch das ist eine eher theoretische Diskussion.

Wichtig ist der Spaß an den urwüchsigen Charakteren. Wer kennte sie nicht, den Wachtmeister Dimpfelmoser, Seppel und Kasperl und natürlich den Räuber Hotzenplotz - Personen, die Preußler seinerzeit bewusst dem Puppenspiel entlieh. Kinder haben nach wie vor Spaß an den Streichen der beiden Protagonisten. Und auch Erwachsene brauchen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn sie sich dabei köstlich amüsieren. Man denke nur an den Film aus dem Jahr 1974 mit dem wunderbaren Gert Fröbe als Hotzenplotz.

Diesmal steht Wachtmeister Dimpfelmoser der Schweiß auf der Stirn. Der berüchtigte Räuber Hotzenplotz ist mal wieder ausgebrochen. Was für eine Katastrophe! Denn jeder weiß: Der Räuber Hotzenplotz ist der gefährlichste Räuber im ganzen Landkreis. Seppel und Kasperl sind fest entschlossen, den Räuber wieder einzufangen - und haben eine grandiose Idee. Sie wollen ihn auf den Mond schießen!

Darsteller sind zwei bekannte Bamberger Schauspieler. Aline Joers arbeitete jahrelang am E.T.A.-Hoffmann-Theater und ist nun unter anderem beim Theater im Gärtnerviertel tätig. Sie verfügt über ein enormes komisches Talent, ebenso wie Patrick L. Schmitz, ein Urviech, das den Hotzenplotz gibt. Schmitz, früher ebenfalls am E.T.A.-Hoffmann-Theater engagiert, tritt mit Heinz-Erhardt-Programmen auf und spielt bei den Karl-May-Festspielen Bad Segeberg. Der Dritte im Bunde der Künstlergruppe "Musenwunder" ist der Komponist und Musiker Franz Tröger, der mit seiner Spieluhren-Musik überregional Aufsehen erregte.

Ein Spaß für Groß (auch wegen der Wortspiele) und Klein! Der Unkostenbeitrag liegt für Erwachsene bei zehn Euro, für Kinder bei fünf Euro. Um Anmeldung in der Bücherstube Höchstadt, Telefon 09193/8692, E-Mail info@die-buecherstube.com, wird gebeten. Karten gibt es aber auch an der Einlasskasse. red



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