Bamberg

Bamberger Etat wird um viereinhalb Millionen Euro entlastet

Nach drei Jahren in der Euroleague in Folge tritt Brose Bamberg erstmals in der Basketball-Champions-League (BCL) an. Nachfolgend die beiden Wettbewerbe im Vergleich. Teilnehmende Mannschaften Im 16 M...
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Nach drei Jahren in der Euroleague in Folge tritt Brose Bamberg erstmals in der Basketball-Champions-League (BCL) an. Nachfolgend die beiden Wettbewerbe im Vergleich.

Teilnehmende Mannschaften

Im 16 Mannschaften starken Feld der Euroleague spielen Teams aus neun Nationen. Unter den acht aktuellen Landesmeistern befinden sich die Klubs der besten europäischen Ligen aus Spanien, Griechenland, der Türkei und Deutschland.

In der BCL treten 32 Teams aus 15 Nationen an, darunter sind sieben Landesmeister: CEZ Nymburk (Tschechien), Reyer Venedig (Italien), Fribourg Olympic (Schweiz), Olimpija Ljubljana (Slowenien), Anwil Wloclawek (Polen), Le Mans Sarthe (Frankreich) und BC Ostende (Belgien).

Preisgeld

Anders als in der BCL gibt es in der Euroleague in der regulären Runde mit Hin- und Rückspiel eine Prämie von 40 000 Euro pro Sieg. Zudem profitieren die Klubs vom sogenannten Marketingpool. Sie erhalten Geld von den in ihren Ländern ausgehandelten TV-Rechten. Insbesondere die Vereine aus Spanien, Griechenland, Israel und der Türkei, wo für TV-Rechte viel bezahlt wird, kassieren kräftig ab.

Zusätzlich zu den Siegprämien in der regulären Saison gibt es in der Euroleague 200 000 Euro für das Erreichen des Halbfinals, der Finalsieger erhält eine Million Euro.

In der BCL erhält jede Mannschaft, die das Achtelfinale erreicht, 50 000 Euro. Das Erreichen des Viertelfinals ist mit 70 000 Euro dotiert, für den Sprung ins Halbfinale gibt es 100 000 Euro. Der Viertplatzierte des Final-Four-Turniers erhält 140 000 Euro, der Dritte 200 000 Euro, der Zweite 400 000 Euro und der Sieger eine Million Euro.

Kosten

30 Spiele sind alleine in der Punkterunde in der Euroleague zu bestreiten, in der BCL sind es bis zum Finale maximal 20. Weniger Spiele bedeuten zwar auch weniger Einnahmen, aber auch weniger Kosten. "Unser Etat wird mit rund viereinhalb Millionen Euro weniger belastet", sagt Rolf Beyer, Geschäftsführer von Brose Bamberg. Während bei der Euroleague-Teilnahme der Heimverein die Schiedsrichterkosten trägt, übernimmt diese bei der BCL der Ausrichter des Wettbewerbs. Die weitaus größere Kosteneinsparung liegt aber beim Spielerkader. "Wenn du in der Euroleague konkurrenzfähig sein willst, heißt es am Ende des Tages doch: Geld wirft Körbe," meint Beyer.

Organisation

Die Euroleague ist ein privatwirtschaftlicher Wettbewerb. Anteilseigner sind elf Vereine, denen als Lizenznehmer ein festes Startrecht über zehn Jahre garantiert wird, sowie zehn in der Uleb organisierten europäische Ligen.

Die BCL ist ein Gemeinschaftsprodukt des Basketball-Verbandes Fiba Europe und von zehn europäischen Ligen, darunter der Deutsche Basketball-Bund (DBB). Beide Seiten halten einen Anteil von jeweils 50 Prozent.

Livebilder

Wie in der Euroleague gibt es Livebilder von den Spielen aus der BCL nur kostenpflichtig. Einzelne Partien kann man bei den beiden Livestream-Anbietern nicht buchen, sie bieten lediglich Monatstickets an. Dazn.de überträgt die Spiele der vier deutschen Teilnehmer mit deutschem Kommentar. Alle Spiele der Basketball-Champions League sind mit englischem Kommentar bei livebasketball.tv zu sehen.



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