Bamberg

Bamberg-Tourismus steigt moderat

"Tragender Wirtschaftsfaktor und stabiler Arbeitsplatzgarant": 708 202 Übernachtungen wurden 2018 gezählt.
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Der Tourismus in Bamberg boomt weiterhin. Foto: Stadt Bamberg
Der Tourismus in Bamberg boomt weiterhin. Foto: Stadt Bamberg

Bamberg gehört ohne Zweifel zum Kreis der beliebten Reiseziele des Städte- und Kulturtourismus innerhalb Deutschlands. Aufgrund steten Wachstums in jahrelanger Folge ist der Tourismus im "Fränkischen Rom" längst zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden. Allerdings habe sich schon in der Tourismussaison 2017 eine Tendenz weg von überhöhten Rekordergebnissen hin zu moderaten Zuwachsraten gezeigt, berichtet die städtische Pressestelle. Dieser Trend zu einer weiterhin positiven, nachhaltigen Entwicklung habe sich nun auch 2018 verfestigt.

Ebenso wie im Vorjahr befand sich Bamberg auf moderat steigendem Kurs - trotz des extrem heißen und trockenen Wetters, das insbesondere in den Sommermonaten die Reiselust spürbar dämpfte. Die Zahlen des Bayerischen Statistischen Landesamtes benennen für die gewerblichen Betriebe in der Stadt Bamberg 394 333 Gästeankünfte, was eine Steigerung von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert bedeutet. Auch die Übernachtungszahlen steigen und verzeichnen einen Zuwachs von 3,5 Prozent, das Gesamtjahr schließt mit dem Resultat von 708 202 Nächtigungen. Damit wurde der Schwellenwert von 700 000 erstmals übertroffen und eine neue Bestmarke gesetzt.

Beim Blick auf die Herkunft der Gäste bestätigte der stark ausgeprägte Inlandsreiseverkehr mit 329 968 Ankünften und 588 262 Nächtigungen seine große Dominanz. Mit einem Anteil von 83,1 Prozent am gesamten Nächtigungsvolumen entfielen quasi fünf von sechs registrierten Übernachtungen auf deutsche Gäste.

Mehr ausländische Gäste

Beim internationalen Publikum gab es Zuwächse zu verzeichnen. Aus 64 365 ausländischen Gästeankünften resultierten insgesamt 119 940 Übernachtungen. Der bei weitem stärkste Quellmarkt mit 72 Prozent der Auslandsübernachtungen war Europa, obgleich die USA, wie gewohnt, den volumenstärksten Auslandsmarkt stellten. Dahinter rangierten Österreich, Holland, die Schweiz und Italien. Unabhängig von der Herkunft der Reisenden lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer unverändert bei 1,8 Nächten.

Vor dem Hintergrund steigender Gästezahlen habe der Tourismus als Wirtschaftsfaktor einen hohen Stellenwert, zumal es vor Ort kaum einen Wirtschaftsbereich gebe, der nicht vom Tourismus tangiert werde. Für das Untersuchungsjahr 2017 belief sich der touristische Bruttoumsatz auf einen Betrag von 330 Millionen Euro. Dessen wirtschaftlichen Stellenwert erläutert Bürgermeister Christian Lange (CSU), als für den Tourismus zuständiger Referent: "Der florierende Tourismus ist längst eine tragende Säule im Wirtschaftsleben unserer Stadt und strahlt in die Region. Ein hervorzuhebender Aspekt ist die Rolle des Tourismus als Arbeitsplatzgarant mit enormen Beschäftigungseffekten in Form ortsgebundener, nicht exportierbarer Arbeitsplätze. Nach den Berechnungen des DWIF entsprechen diese einem Äquivalent von fast 6000 Vollzeitarbeitsstellen und machen den Tourismus rein rechnerisch zum zweitwichtigsten Arbeitgeber in der Stadt."

Die hohe Frequenz an Besuchern, die insbesondere im Frühjahr und Sommer nach Bamberg kommen, dürfe nicht dazu führen, dass der Lebensraum der Einheimischen über Gebühr zu beeinträchtigt werde. Vor diesem Hintergrund seien die Themen Tourismusakzeptanz und Tourismusverträglichkeit fester Bestandteil im Aufgabenportfolio des Bamberg Tourismus & Kongress Service. red



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