Bamberg

Bamberg in alten Ansichten

Im "Lichtspiel" sind am Mittwoch über Bamberg-Bilder aus den 60er und 70er Jahren zu sehen, die noch nie veröffentlicht wurden.
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Hans Tillig hat das Moderne mit der gleichen Selbstverständlichkeit beobachtet, wie Objekte des späteren Weltkulturerbes. Foto: Tillig
Hans Tillig hat das Moderne mit der gleichen Selbstverständlichkeit beobachtet, wie Objekte des späteren Weltkulturerbes. Foto: Tillig
In einer etwa 90-minütigen Veranstaltung am Mittwoch, 15. November, 18.30 Uhr, im Lichtspiel werden unter dem Titel "Bamberg in alten Ansichten - Ein Streifzug durch das noch unveröffentlichte Archiv des Bamberger Postkartenverlags W. Tillig" 70 überwiegend farbige und bislang unveröffentlichte Aufnahmen aus den 1950er- bis in die 1970er-Jahre gezeigt.
Die Bilder sind aus dem Nachlass des ehemaligen Postkartenverlags Tillig. Heinz Tillig, der Sohn des Fotografen Hans Tillig, wird mit zahlreichen Anekdoten die Fotografien erläutern.
Die Moderation übernimmt der Postkartensammler Christian Schmitt, aus dessen Bestand die Fotografien stammen.
Neben den heute in Sammlerkreisen begehrten Postkarten des Verlags entstanden ungezählte Aufnahmen fern von einer sentimentalen Verklärung der "Traumstadt der Deutschen". Zeigen die Fotos von Hans Tillig klassische und oft kopierte Ansichten der Stadt, fügt der Fotograf dem Gezeigten jederzeit seine sehr eigene Bildsprache hinzu. Diese Individualität beweist Tillig auch in der Auswahl der Motive fernab von den bekannten Touristenrouten - wie seine Fotografien einer Stadt im Wandel am Beispiel der Entwicklung in Bamberg-Ost unter anderem mit dem Bau der ersten Hochhäuser.
Dabei sind die Fotografien Tilligs nie nur abgebildete Realität, sondern darüber hinaus atmosphärisch dichte und ästhetisch anspruchsvolle Momentaufnahmen des eigentlichen Motivs in Korrespondenz mit Jahreszeiten oder Wetter und scheinbar Nebensächlichem.
Mit dieser Veranstaltung werden anhand alter Bilder neue Perspektiven sowohl für an Stadtgeschichte und Stadtentwicklung als auch an künstlerischer Fotografie Interessierte eröffnet. red

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