Weisendorf
Gemeinderat

Ballsporthalle wird teurer als gewünscht

Die Kosten der seit März 2015 geplanten Ballsporthalle beschäftigten erneut den Weisendorfer Gemeinderat. Zur Sitzung am Montag standen sowohl die Planer Al...
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Die Kosten der seit März 2015 geplanten Ballsporthalle beschäftigten erneut den Weisendorfer Gemeinderat. Zur Sitzung am Montag standen sowohl die Planer Alice Margiano und Bernd Stadelmann als auch Projektbetreuer Gerhart Schäfer dem Gremium Rede und Antwort.
Die Gemeinde hatte sich zum Ziel gesetzt, dass die Halle nicht mehr als drei Millionen Euro kosten sollte. Allerdings stammt diese Kostenschätzung aus den Jahren 2014/2015, und die Planer setzten danach die vom Arbeitskreis "Sportstättenentwicklung" entwickelten Vorschläge um. Im Juli des vergangenen Jahres präsentierte das Büro Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten einen Vorentwurf und überraschte den Gemeinderat mit der Mitteilung, dass die Halle ohne Erschließung und Außenanlagen etwa 4,1 Millionen Euro kosten würde. Aus dem Gemeinderat kam damals die Forderung, Alternativen zur Kostenreduzierung vorzulegen.
Allerdings kam bei den Gemeinderäten Ernüchterung auf, als Alice Margiani die möglichen Einsparungen aufzählte. So könnten bei einer Überplanung des Tragwerkes und in Absprache mit dem Statiker rund 100 000 Euro gespart werden. Zusammen mit Einsparungen von Heizung und Lüftung sowie bei Elektro könnten rund 200 000 Euro gespart werden. Dass an Heizung und Lüftung gespart werden soll, rief Manfred Schmidt (FW) und Hans Kreiner (CSU) auf den Plan. "Im Winter trainieren überwiegend Kinder und Jugendliche in der Halle, da kann doch nicht an der Lüftung und Heizung gespart werden", erklärte Kreiner, der schon im vergangenen Jahr Kosten von rund fünf Millionen Euro prophezeit hatte.
Dem Vorschlag, den Aufenthaltsraum im Obergeschoss wegzulassen, konnten Stadelmann und Margiani nur bedingt zustimmen, denn darunter ist der Technikraum geplant. Es könnte das Erdgeschoss um maximal 96 Quadratmeter und das Obergeschoss um 89 Quadratmeter reduziert werden.


Kritik am Projektbetreuer

Im Verlauf der teils emotionalen Diskussion und als Gerhart Schäfer auf weitere Kosten wie für die Erschließung hinwies, gab es harte Kritik von Günther Vogel (BWG/FW): "Jetzt kommen Sie mit weiteren Kosten, die Information hätte ich mir früher gewünscht." Schäfer erklärte, dass seine Aufgabe nicht die Planung sei, sondern eine Koordination von Terminen. Er wies auch darauf hin, dass die Erschließungskosten nicht plötzlich gekommen seien, sondern im Oktober 2017 die Erschließungsplanung vom Gemeinderat beschlossen wurde.
Der Bürgermeister ließ über die einzelnen Einsparmöglichkeiten abstimmen, so sollen Heizung und Lüftung nicht reduziert werden, dagegen sollen Mehrzweck- und Technikraum etwas kleiner werden, und bei der Elektrik wird eine billigere Variante eingebaut.
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