Oberaurach
energieversorgung

Bagger demolierte Kabel: Strom fiel aus

Ein Bagger hat bei Tiefbauarbeiten in Neuschleichach am Donnerstagnachmittag ein 20 000-Volt-Kabel beschädigt. Das bedeutete einen Stromausfall in zwei Orten in der Gemeinde Oberaurach, wie die ÜZ Mai...
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Ein Bagger hat bei Tiefbauarbeiten in Neuschleichach am Donnerstagnachmittag ein 20 000-Volt-Kabel beschädigt. Das bedeutete einen Stromausfall in zwei Orten in der Gemeinde Oberaurach, wie die ÜZ Mainfranken (Lülsfeld), der Stromversorger, mitteilte.

Um 15.21 Uhr kam es den Angaben zufolge im Stromversorgungsnetz der ÜZ Mainfranken zu Versorgungsunterbrechungen in den Orten Oberschleichach und Neuschleichach. Davon waren drei Trafostationen betroffen. Als Ursache der Unterbrechung konnte der Schaltmeister der ÜZ Mainfranken zunächst einen sogenannten Erdschluss im dortigen Mittelspannungsnetz identifizieren.

Der Schaltmeister in der ÜZ-Netzleitstelle hatte bereits einige Schaltungen zur Störungseingrenzung im Gebiet von Oberaurach vorgenommen, als ein Baggerfahrer einen Kabelschaden in der Nähe der Trafostation Neuschleichach 1 (Bachstraße) meldete, den er bei Tiefbauarbeiten verursacht hatte. Die Servicetechniker vor Ort trennten das beschädigte Kabel vom Netz und orderten umgehend ein Notstromaggregat der ÜZ an die Schadensstelle. Somit waren die Stationen in Unterschleichach um 17.06 Uhr wieder mit Strom versorgt. Um 17.35 Uhr konnte schließlich die Maststation Unterschleichach 3 (Althütter Straße) wieder zugeschaltet werden. Somit waren alle Trafostationen wieder mit Strom versorgt. Das Notstromaggregat blieb in Unterschleichach in Betrieb, bis der Kabelfehler am Freitagmorgen wieder behoben war.

Die ÜZ bittet die Anwohner für die Unannehmlichkeiten, die durch die Versorgungsunterbrechung entstanden sind, um Entschuldigung und um Verständnis. Bei Störungen sind die Mitarbeiter der ÜZ Mainfranken rund um die Uhr zu erreichen, Ruf 09382/604601.

Die ÜZ Mainfranken investiert nach eigenen Angaben jedes Jahr mehr als sechs Millionen Euro in den Ausbau eines sicheren und zuverlässigen Stromverteilungsnetzes. So könnten Störungen und damit Stromausfälle für die Kunden der ÜZ Mainfranken auf ein Minimum begrenzt werden, heißt es. "Während Deutschland im internationalen Vergleich des Jahres 2017 mit einer Unterbrechungsdauer der Stromversorgung von nur 26,5 Minuten pro Kunde und Jahr schon einen Spitzenplatz in Europa einnimmt, kann die ÜZ Mainfranken hier noch zulegen. Denn wir konnten die störungsbedingte Ausfallzeit unseres Mittel- und Niederspannungsnetzes dank unserer kontinuierlichen Investitionen in das Netz und die Anlagen im Jahr 2017 auf 3,0 und im Jahr 2018, trotz der verheerenden Auswirkungen des Sturmtiefs ,Fabienne', auf nur 7,1 Minuten pro Kunde und Jahr drücken. Dabei sind die Ausfälle wegen höherer Gewalt eingerechnet", so der geschäftsführende Vorstand Gerd Bock. ft

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