Neuenmarkt

Bäume, Bauten und Wege

Bauangelegenheiten und das gemeindliche Baumkataster bestimmten am Montagabend den Neuenmarkter Gemeinderat.
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Von diesem Durchlass am "Laubenbach" gelangten die Radfahrer bislang weiter zur Bahnunterführung und dann zur Baille-Maille-Allee nach Himmelkron. Dieses Wegstück soll aber nach den Plänen der Flurneuordnung im Bereich von Schlömen aufgelassen werden.  Foto: Werner Reißaus
Von diesem Durchlass am "Laubenbach" gelangten die Radfahrer bislang weiter zur Bahnunterführung und dann zur Baille-Maille-Allee nach Himmelkron. Dieses Wegstück soll aber nach den Plänen der Flurneuordnung im Bereich von Schlömen aufgelassen werden. Foto: Werner Reißaus

Während die insgesamt sechs Bauanträge dem Gremium kein großes Kopfzerbrechen bereiteten, vertrat man bei den weiteren Baumkontrollen durchaus unterschiedliche Meinungen. Einmal mehr wurde deutlich, dass die Kontrollen der gemeindlichen Bäume allein schon aus Haftungsgründen notwendig sind. Die große Frage war aber, ob die Kosten weiterer Untersuchungen zum möglichen Erhalt bereits kranker Bäume noch wirtschaftlich vertretbar sind.

Wie Bürgermeister Siegfried Decker (NG) aufzeigte, hatte Johannes Wurster vom gleichnamigen Forstbetrieb nach der jüngsten Begehung mit dem Bauausschuss einen Kostenvoranschlag von knapp 10 000 Euro vorgelegt, der elf Bäume zur eingehenden Untersuchung zum Inhalt hat. Nach langer Diskussion kam das Gremium zu dem Entschluss, noch einmal Baum für Baum anzuschauen, um zu entscheiden, welcher Baum erhaltenswert ist und welcher durch eine Neupflanzung ersetzt werden soll, ohne die Kosten für die Baumuntersuchung auszugeben. Für den gemeindlichen Friedhof schlug Klaus Zahner (FW) zudem ein Gesamtkonzept in Verbindung mit den aufgelassenen Grabstellen vor.

Keine Einwände hatte der Gemeinderat, drei Baudenkmäler entlang der Bahnlinie zwischen Neuenmarkt/Wirsberg und Ludwigschorgast als Nachträge in die Denkmalliste aufzunehmen. Die Initiative dazu geht vom Arbeitskreis "Initiative Schiefe Ebene" ("AKISE") aus, der die historischen Sandsteinbrücken unbedingt erhalten will, zumal bereits mehrere Brücken und Durchlässe aus der Bauzeit der Strecke durch Erneuerungsmaßnahmen verloren gegangen sind.

Das Flurneuordnungsverfahren Neuenmarkt-Ost und Schlömen ist, wie Bürgermeister Decker mitteile, nunmehr in die Wege geleitet worden. Das ganze stoße auf positive Resonanz bei den Grundstückseigentümern. Das Amt für Ländliche Entwicklung ist bereits in die nächste Phase eingestiegen und hat die Träger öffentlicher Belange beteiligt und um Stellungnahme bis 22. November gebeten. Im Verfahren werden auch das Hochwasserschutzkonzept und das Gewässerentwicklungskonzept mit in Betracht gezogen. Im Wesentlichen geht es um Wegebaumaßnahmen, gewässerbegleitende Vorhaben für den Hochwasserschutz und die Neuordnung von Grundstücken und deren Vermessung.

Wenig Verständnis zeigten die Ratsmitglieder Martin Clemens (NG), Patricia Lerner (SPD-Offene Liste) und Roland Fischer (FW) dafür, dass die bisherige Wegeführung vom Wanderparkplatz in Schlömen zur Bahnunterführung künftig wegen eines baufälligen Brückenbauwerkes am "Laubenbach" nicht mehr genutzt werden soll. Die bisherige Trasse soll vielmehr nochmals untersucht werden, und notfalls müsse die Gemeinde Neuenmarkt nach dem Vorschlag von Martin Clemens dann selbst Geld in die Hand nehmen, um dort zumindest eine Radverbindung zum künftigen Wirtschaftsweg zur Baille-Maille-Alllee herzustellen.

Die Erschließungsstraße im Baugebiet "An der Steigengasse" erhält den Namen "Weidenleite" und wurde in ihrer gesamten Länge als öffentliche Straße gewidmet. Die Nachfrage nach den Baugrundstücken hält weiterhin an; derzeit stehen nur noch acht Grundstücke zum Kauf zur Verfügung.

Bürgermeister Siegfried Decker ließ das Gremium wissen, dass die Firma Günther-Bau, Stadtsteinach, die Restarbeiten am Auslaufbecken und am Drosselbauwerk aufgenommen hat: "Damit wird für alle Beteiligte eine akzeptable Lösung gefunden und der Hochwasserschutz bei Starkniederschlägen für das Neubaugebiet und die Altanlieger deutlich verbessert."

Als Gemeindewahlleiterin für die Kommunalwahlen 2020 wurde die Verwaltungsfachangestellte Sandra Schmidt bestellt. Ihr Stellvertreter ist Geschäftsleiter Sven Schirmer. Die Entschädigung für die Mitglieder des Wahlvorstandes betragen 50 Euro und für den Wahlausschuss 20 Euro.

Kenntnis nahm der Gemeinderat vom Vorhaben der Telekom Technik GmbH, im Schnittpunkt der B 303 und dem Beginn der Eisenbahnstrecke "Schiefe Ebene" einen neuen Mobilfunkstandort zu schaffen.

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