Bad Brückenau
Stadtrat

Bad Brückenau: Straßenbeleuchtung wird geprüft

Viele Masten der Brückenauer Straßenbeleuchtung sind in die Jahre gekommen. Eine Bestands- und Sicherheitsprüfung sei nun fällig, darüber sind sich die Stadtwerke und die Stadt einig. Zur Erhebung der...
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Viele Masten der Brückenauer Straßenbeleuchtung sind in die Jahre gekommen. Eine Bestands- und Sicherheitsprüfung sei nun fällig, darüber sind sich die Stadtwerke und die Stadt einig. Zur Erhebung der Beleuchtung hat Max Sigle, dualer Elektrotechnik-Student, für die Stadtwerke eine Facharbeit erstellt. Sein Projekt zur Ertüchtigung und Digitalisierung der Straßenbeleuchtung stellte er in der vergangenen Stadtratssitzung vor.

Zunächst sei eine digitale Erfassung aller Beleuchtungen nötig gewesen, sagte Sigle. Ganze 1268 Lampen wurden im vergangenen Jahr in der gesamten Stadt gezählt und in ein GIS-System eingepflegt. Der tatsächliche Leitungsverlauf der Stromzufuhr sei nicht bekannt. Der Stromverbrauch werde in sogenannten Ringen, einem Zusammenschluss mehrerer Laternen, gemessen, erklärte er.

Zwei Verfahren möglich

Insgesamt seien nach Durchführung einer vorläufigen Sichtprüfung noch 1216 Masten auf Standsicherheit zu prüfen. Dafür gebe es zwei mögliche Prüfverfahren, die zulässig und zertifiziert seien. Bei beiden handle es sich um zerstörungsfreie Prüfverfahren, das eine als Belastungsprüfung der Masten mit Hilfskran, das andere als Ultraschallprüfung. Die Stadtwerke priorisierten die erste Lösung, also die Prüfung mit Hilfskran.

In der Diskussion der Stadträte wurden die hohen Kosten und die Regelmäßigkeit der folgenden Prüfungen kritisiert. Petra Hirschmann (CSU) erschien die Anzahl der zu prüfenden Masten sehr hoch. "Ist es nicht möglich, Masten aus kürzlich sanierten Straßen wie der Kissinger Straße auszuschließen?" Dies sei grundsätzlich möglich, sagte Peter Karl von der Bauplanung der Stadt. Ziel sei aber eine Vergleichbarkeit und Vereinheitlichung zu erreichen. "Und in der Summe käme es wegen des Mengenrabattes auf das Gleiche raus", sagte er. In der Mehrheit der Diskussionsbeiträge befürworteten die Stadträte den Vorschlag der Stadtwerke.

In der Abstimmung kam es zu einer Irritation. Aufgrund eines Abstimmungsfehlers zwischen Stadt und Stadtwerken stand im Beschlussvorschlag das zweite Verfahren zur Abstimmung. Obwohl Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) vor der Abstimmung darauf hinwies, stimmten die Stadträte - entgegen des Tenors der Diskussion - mit 13:6 Stimmen für das Ultraschall-Prüfverfahren. Verärgert über dieses Ergebnis monierte Heribert Jakobsche (PWG), dass seine Stadtratskollegen nicht zugehört hätten. Meyerdierks sagte, dass das Ergebnis bindend und eine erneute Abstimmung nicht zulässig sei. Noch heuer soll die Prüfung durchgeführt und abgeschlossen werden. brj

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