Bad Bocklet

Bad Bocklet wünscht sich neues Schulzentrum

"Wir sind eine Gemeinde, die sich impulsiv nach vorn entwickelt." Dieser Einschätzung des Bad Bockleter Bürgermeisters Andreas Sandwall (CSU) zur positiven Entwicklung der Marktgemeinde schienen die k...
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"Wir sind eine Gemeinde, die sich impulsiv nach vorn entwickelt." Dieser Einschätzung des Bad Bockleter Bürgermeisters Andreas Sandwall (CSU) zur positiven Entwicklung der Marktgemeinde schienen die knapp 100 Besucher der Bürgerversammlung im Pfarrsaal zuzustimmen.

Zwar habe sich die Gesamtzahl in der Einwohner um vier auf aktuell 4778 "völlig unspektakulär" verringert, so Sandwall in seinem Rechenschaftsbericht. Dafür sei aber die Zahl im Staatsbad sogar um 36 auf 1751 gestiegen. Erfreulich seien auch die 43 Geburten (Vorjahr: 28). Gestiegen sind wie in den Vorjahren die Einnahmen aus Grundsteuer, Gewerbesteuer und Einkommenssteuer, gesunken deshalb nach Kredittilgungen die Pro-Kopf-Verschuldung auf nur noch 214 Euro (Landesdurchschnitt: 603 Euro). Die positive Finanzlage wirkt sich allerdings negativ auf die Höhe der Kreisumlage aus: Während knapp 1,2 Millionen Euro an Schlüsselzuweisungen vom Freistaat verbucht werden konnten, musste die Gemeinde fast 1,9 Millionen an den Landkreis abführen. Dennoch blieb im Haushalt 2018 eine frei verfügbare Finanzspanne von etwa 1,1 Millionen Euro, die zum Teil in die Rücklagen floss. "Wir haben in den nächsten Jahren noch viel vor", begründete Sandwall das Sparen und nannte nachfolgend wichtige Beispiele.

Als größeres Vorhaben beschrieb er die Neugestaltung des früheren Rathausplatzes, dessen 2300 Quadratmeter große Fläche seit Abriss des alten Rathauses brach liegt. Hier stellt sich Sandwall eine Art Mehrgenerationenplatz vor aus abseits der Frankenstraße gelegenem Spielplatz sowie einem Festplatz für die Erwachsenen mit WC-Anlage. Bei schnellem Planungsabschluss und zügiger Bauausführung könnte das Vorhaben schon 2022 umgesetzt sein.

Mindestens bis 2025 schätzt Sandwall die Verwirklichung seiner Vision eines neuen Schulzentrums. Grund für dessen Notwendigkeit seien sowohl die marode und in der Fläche kaum ausreichende Bausubstanz der Kindergärten sowie die Mittelschule mit Sporthalle, deren Sanierung nach Meinung der Fachleute kaum noch Sinn macht. Sinnvoller wäre ein gemeinsamer Neubau für Grund- und Mittelschule. In den Altbau der Steinacher Grundschule könnte der dortige Kindergarten einziehen. Sandwall: "Die Investition schätze ich auf 15 Millionen Euro." ksvd

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