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Backhaus Müller ehrt langjährige Mitarbeiter

Es ist schöne Tradition geworden, dass die Inhaber-Familie des Backhauses Müller alljährlich im Herbst bei einer kleinen Feier ihre langjährigen fleißigen und pflichtbewussten Mitarbeiter ehrt - so au...
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Es ist schöne Tradition geworden, dass die Inhaber-Familie des Backhauses Müller alljährlich im Herbst bei einer kleinen Feier ihre langjährigen fleißigen und pflichtbewussten Mitarbeiter ehrt - so auch am Samstagabend im Gasthaus "'s Antla" in Kronach. Edith Müller sowie ihre Söhne Peter und Ulrich Müller, die das Familienunternehmen mittlerweile in dritter und vierter Generation führen, bedankten sich bei den Jubilaren herzlich für ihre Treue und ihr großes Engagement in den zurückliegenden Jahren mit einer Urkunde, einem Blumengruß sowie einem Geschenk.

Nicht mehr selbstverständlich

"Es ist nicht selbstverständlich, dass in unserer schnelllebigen Zeit Mitarbeiter einem Unternehmen so lange die Treue halten", betonte Edith Müller. Leider sei es mittlerweile eine überaus bedenkliche Situation in unserem Lande geworden, im Handwerk nur mit großer Mühe fachlich qualifiziertes Personal zu bekommen. Eine große Freude war es ihr daher, in diesem Jahr "Oberfrankens beste Verkäuferin" in den eigenen Reihen zu haben: Jenny Bittruf aus Kronach - Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk, Schwerpunkt Bäckerei - wurde mit ihren herausragenden Prüfungsleistungen Kammersiegerin der Handwerkskammer für Oberfranken.

Geehrt wurden an dem Abend für zehnjährige Jahre Betriebszugehörigkeit Elke Saal und Heike Uhl, für 15 Jahre Tamara Herbst und Andreas Gremer sowie für 25 Jahre Michaela Barnickel und Petra Krampe. Bereits 30 Jahre halten Hildegard Burger und Johanna Stumpf sowie sogar 35 Jahre Klaus Eber dem Backhaus Müller die Treue.

"Was die Zukunft unserer handwerklichen Bäckerei betrifft, muss ich mir keine Sorgen machen", freute sich Edith Müller darüber, dass sich ihre Söhne Peter und Ulrich in ihrer Arbeit und in ihrem Wissen so gut ergänzen. Eine Geschäftsübernahme habe nichts zu tun mit Denkmalpflege. "Es ist eine tägliche Herausforderung von überdurchschnittlicher Leistung und Fleiß. Das sind die besten Zutaten und die Garantie für den Fortbestand unserer Bäckerei, denn Tradition ist nicht die Anbetung der Asche", verdeutlichte sie.

Dass man nunmehr wiederum treue Mitarbeiter ehren könne, komme, darin zeigten sich auch ihre Söhne sicher, nicht von ungefähr. Vielmehr sei dies das Ergebnis einer kontinuierlichen Ausbildung, auch in einer Zeit, in der dies nicht so einfach gewesen sei und andere Unternehmen davon abgesehen hätten. Trotzdem habe man auch in diesen schwierigen Jahren an der Ausbildung von Nachwuchskräften festgehalten und zukunftsträchtige Arbeitsplätze geschaffen, unabhängig vom Alter neuer Mitarbeiter.

Elke Saal habe beispielsweise ihre Arbeit für das Backhaus erst mit Mitte 50 aufgenommen. Andererseits habe Klaus Eber noch beim Großvater von Peter und Ulrich Müller, Heinrich Müller, seine Lehre 1984 als Bäcker begonnen - im gleichen Jahr, in dem Ulrich Müller auf die Welt gekommen ist. "Unser Ebba kennt seine Cheffen seit dem Laufgitter in der alten Betriebsküche!", so Ulrich Müller. hs

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