Itzgrund

B 4: Die nächste Baustelle kommt

Der Durchlass für die Freiberger Straße in Kaltenbrunn wird verlegt und neu gebaut - das alles schon im Jahr 2020.
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Hat ausgedient: Die schmale Unterführung für die Freiberger Straße unter der B 4 durch wird im kommenden Jahr erneuert. Foto: Berthold Köhler
Hat ausgedient: Die schmale Unterführung für die Freiberger Straße unter der B 4 durch wird im kommenden Jahr erneuert. Foto: Berthold Köhler

Der Gemeinderat Itzgrund hat in seiner Sitzung am Mittwochabend einer Vereinbarung zur Änderung der höhenungleichen Kreuzung zwischen der Bundesstraße B 4 und der Freiberger Straße in Kaltenbrunn, einer Gemeindeverbindungsstraße, zugestimmt. Im Klartext heißt das: Es wird für die Freiberger Straße eine neue Unterführung geben.

Die bisherige Unterführung soll um fünf Meter nach Norden verschoben werden und die Fahrbahnbreite soll sechs Meter betragen. Zu den Nebenarbeiten gehören eine Erneuerung der Gewässerverrohrung und landschaftspflegerische Ausgleichs- und Ersatzarbeiten. Über die Freiberger Straße werdenschon jetzt die neuen Baugrundstücke im Kapellenfeld östlich der B 4 ans übrige Kaltenbrunn angeschlossen. Dort sollen in etwa zwei Wochen 27 neue Baugrundstücke vergeben werden.

Die Baukosten für die Kreuzung werden derzeit auf rund zwei Millionen Euro geschätzt. Die Kosten sollen geteilt werden: 57,63 Prozent sollte der Bund als Eigentümer der B 4 übernehmen. Das wären 1,15 Millionen Euro gewesen. Damit wären an der Gemeinde Itzgrund rund 850 000 Euro hängengeblieben. Aber so tief muss die Gemeinde Itzgrund nicht in ihre Taschen greifen. Bürgermeister Werner Thomas (SPD) und Verwaltungsrat Dieter Scherbel, Geschäftsleiter der Gemeinde, hoffen auf Zuschüsse in Höhe von 70 bis 80 Prozent der Gesamtkosten. Dann müsste die Gemeinde im günstigen Fall vielleicht nur noch 270 000 Euro aufbringen.

Nach der Lage der Dinge soll die neue Unterführung bereits im kommenden Jahr in Angriff genommen werden - mit wohl größeren Auswirkungen auf den Verkehr, weil die immer noch stark befahrene Bundesstraße nicht immer komplett offen bleiben kann. Bürgermeister Thomas kündigte deshalb schon an: "Es wird eine große Umleitung geben."

Der Gemeinde stehen in diesem Jahr rund 140 000 Euro für den laufenden Straßenbau zur Verfügung. An vier Stellen im Gemeindegebiet sollen kurzfristig Verbesserungsarbeiten beginnen. Es handelt sich zunächst um die Ortsstraße "Am Wiesengrund" in Kaltenbrunn, dann um die Gemeindeverbindungsstraße von Herreth in Richtung des Bad Staffelsteiner Gemeindeteils Stadel und um einen Teil der Gemeindeverbindungsstraße von Schottenstein nach Gleußen sowie um das westliche Teilstück der Verbindung von der B 4 nach Lohhof. Die vier Maßnahmen sollen rund 35 000 Euro kosten. Wo es möglich ist, soll ein Asphalt-Splitt-Belag verwendet werden.

Die Herrether Aussiedler - zwischen Herreth und Püchitz - sind unzufrieden mit dem zu ihnen führenden Kernweg 217. "Da besteht dringender Handlungsbedarf", gab auch Bürgermeister Thomas zu. Das Flurbereinigungsverfahren verzögere sich aber. Der Gemeinderat stimme dem Antrag auf vorzeitige Baufreigabe zu. Der Breitbandanschluss Richtung Bodelstadt/Oskar-Schramm-Schule verzögert sich. mako

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