Herzogenaurach

Azubis händeringend gesucht

Bildung, Ausbildung, Weiterbildung: Ein sehr umfangreiches Angebot hielt am Samstag der Berufsinformationstag der Mittelschule Herzogenaurach parat. 20 Anbieter hatten in den Klassenräumen ihr Stände aufgebaut.
Artikel drucken Artikel einbetten
Neben den Infos gab es auch die Möglichkeit ein wenig Praxisluft zu schnuppern.  Fotos: Richard Sänger
Neben den Infos gab es auch die Möglichkeit ein wenig Praxisluft zu schnuppern. Fotos: Richard Sänger
+1 Bild

50 Berufsfelder in der Mittelschule Herzogenaurach. 50 Chancen für Schüler, sich ein Bild von der Zukunft zu machen, von einem möglichen Beruf. Es fanden sich Vertreter von Betrieben unter anderem aus dem Bereichen Handwerk, Gesundheits- und Verwaltungswesen, Logistik, Technik und Pflege.

Die Fachleute informierten an ihren Ständen über Karrieremöglichkeiten, aber auch über ein spezifisches Problem, das immer größer wird: den Mangel an Auszubildenden. Außerdem bot der Tag die Möglichkeit, bereits Kontakte für das Pflichtpraktikum zu knüpfen. Positiver Effekt: Die Betriebe erhalten die Möglichkeit, die Schüler vor Ort zu erreichen. Die Unternehmen informierten in ausführlichen Vorträgen und teils sehr praxisnah über ihre Ausbildungsberufe, über das Bewerbungsprozedere sowie die eigenen Erwartungen und Anforderungen an die zukünftigen Auszubildenden.

Das Spektrum an Firmen war so gestaltet, dass möglichst viele gängige Bereiche vertreten waren. Neben technischen wurden auch kaufmännische und soziale Ausbildungsberufe vorgestellt. Schüler wie Eltern konnten sich an den Ständen der Unternehmen über diverse Ausbildungen und deren Rahmenbedingungen informieren, gleichzeitig wurden dabei bereits Kontakte für Schnuppertage oder Praktika geknüpft.

Schule vorbei - und nun?

Schulleiter Helmut Nicklas erklärte bei der Eröffnung "Früher oder später werden jede Schülerin und jeder Schüler mit der Frage, was nach der Schule kommt, konfrontiert. Um die Jugendlichen gut auf ihren weiteren Lebensweg vorzubereiten, legt unsere Schule besonderen Wert darauf, über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu informieren." Denn neben der Hilfestellung für Schüler bei der Planung ihrer beruflichen Zukunft bietet der Informationstag Betrieben und Unternehmen von Stadt und Region die Möglichkeiten, erste Kontakte mit den "Mitarbeitern von morgen" zu knüpfen.

Eine entsprechende Würdigung erfuhr der Informationstag auch durch den Besuch von Bürgermeister German Hacker (SPD) und Schulamtsdirektor Siegfried David. Bei einer Führung verschafften sie sich einen Eindruck vom Angebot an Ausbildungsstellen. In den Klassenzimmern gaben die Firmen den Schülern und Besuchern einen Einblick in die Berufswelt und Auszubildende eine Kostprobe ihrer bisher erworbenen Fähigkeiten.

Der Schulleiter erklärte, dass es Ziel der bayerischen Mittelschulen sei, unter anderem die Schüler an die Arbeits- und Wirtschaftswelt heranzuführen. "Sie sollen sich dabei in der Welt der Berufe orientieren sowie Unterstützung und Beratung bei der Wahl ihres Berufes erfahren." Im Rahmen der Berufsorientierung durchlaufen die Schüler im Laufe ihrer Schulzeit an der Mittelschule Herzogenaurach eine Reihe von Maßnahmen, die sie auf die Berufs - und Arbeitswelt vorbereiten. Für die Schüler war der Samstag ein normaler schulischer Pflichttag.

Bürgermeister German Hacker ermunterte die Schüler, neugierig zu sein, denn der immer stärker spürbare werdende Mangel an Fachkräften und Auszubildenden bilde die besten Chancen für den weiteren Lebensweg.

Ausgestattet mit einem Laufzettel hatten die Jugendlichen rund vier Stunden Zeit, sich zu informieren und zum Teil auch etwas die Praxis kennenzulernen. Die Vertreter der Firmen, die teils Auszubildende mitgebracht hatten, informierten über die ganze Bandbreite ihrer Tätigkeiten. Bei der Firma Rohtec konnte sogar im Klassenzimmer "gebaggert" werden, natürlich nur am Simulator und dementsprechend begehrt war der Platz in der Kabine des Baggers.

Für die 14-jährige Lisa aus war die Messe hilfreich. "Meine Mutter und ich konnten nachfragen, was wir in den Betrieben genau machen würden. Außerdem konnte ich auch schon Kontakte für ein Praktikum knüpfen", berichtete sie. Genaue Einblicke in die Firmen zu bekommen, fand auch die 15-jährige Sophia interessant, die etwas in die soziale Richtung machen will. "Ich habe mich mit einer Vertreterin der Berufsfachschule Höchstadt unterhalten, das geht schon in die Richtung, die ich auch mal einschlagen will."

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren