Weißenohe

Autofahrer übersieht Zug

Ein Unfall mit der Gräfenbergbahn hat sich am Donnerstag am Bahnübergang Weißenohe ereignet. Ein 54-jähriger Autofahrer hatte den Zug wohl nicht wahrgenommen. Der Lokführer handelte sofort.
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Autoteile liegen hinter dem Zug  Foto: Petra Malbrich
Autoteile liegen hinter dem Zug Foto: Petra Malbrich
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Glimpflich verlaufen ist der Unfall mit der Gräfenbergbahn am Bahnübergang in Weißenohe. Der Zug rollte am Donnerstag gegen 8.30 Uhr von Gräfenberg kommend mit geringer Geschwindigkeit in den Weißenoher Bahnhalt ein. Vom Industriegebiet Weißenohe kommend fuhr ein Auto die Ortsstraße Im Neuacker auf den ungesicherten Bahnübergang in Richtung B 2 zu. Der Fahrer wollte den unbeschrankten und lediglich mit Andreaskreuz gekennzeichneten Bahnübergang queren. Aus laut Polizeiangaben bisher nicht nachvollziehbaren Gründen überhörte er das Pfeifsignal der Bahn, übersah den Zug und fuhr langsam auf den Bahnübergang zu.

Der 25-jährige Lokführer bemerkte aus einiger Entfernung das querende Auto und aktivierte das Dauerpfeifsignal. Er hupte noch einmal und leitete eine Notbremsung ein, wie Juliane Hillmann von der Polizeiinspektion Ebermannstadt erklärte. Doch dauerte es, bis der Zug zum Stehen kam, so dass der VW Kombi gestreift und im Frontbereich erheblich beschädigt wurde.

Ansbacher Kennzeichen

Der Fahrer des VW Kombi mit Ansbacher Kennzeichen blieb äußerlich unverletzt und konnte das Auto auch verlassen. Der Kurierfahrer kam laut Bericht der Polizei Ebermannstadt mit leichten Verletzungen und dem Schrecken davon. Vorsorglich wurde der 54-Jährige vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Gräfenberg in ein Klinikum gefahren. Die 20 Fahrgäste der Gräfenbergbahn blieben unversehrt, wie der Lokführer versicherte. Der Gesamtschaden an beiden Fahrzeugen beträgt 25 000 Euro. Bei der Unfallaufnahme unterstützt wurde die Polizei Ebermannstadt von der Bundespolizei Nürnberg. Weiterhin war der Notfallmanager der Bundesbahn vor Ort. Die Feuerwehren Igensdorf und Weißenohe sicherten die Unfallstelle. Aufgrund des glimpflichen Verlaufs konnte die Gräfenberger Feuerwehr wieder nach Hause geschickt werden.

Die Polizei hat die Unfallermittlungen aufgenommen und eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Da der Zugverkehr bis zur Freigabe ausfiel, wurde sofort ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Wie die Deutsche Bahn meldete, waren gegen 10.45 Uhr alle Maßnahmen nach dem Unfall beendet und die Züge konnten wieder fahren.



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