Bamberg
Antrag

Auto, Radler, Fußgänger im Einklang

Rad gegen Auto, Fußgänger gegen Radfahrer, Autofahrer gegen Bus. So nicht! Die Verkehrsmittel in der Stadt müssen sich gegenseitig ergänzen. Diese These bekräftigt die Stadtratsfraktion der Bamberg Al...
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Rad gegen Auto, Fußgänger gegen Radfahrer, Autofahrer gegen Bus. So nicht! Die Verkehrsmittel in der Stadt müssen sich gegenseitig ergänzen. Diese These bekräftigt die Stadtratsfraktion der Bamberg Allianz (BA) in einer Pressemitteilung.

Manche Menschen durchlaufen, wenn es sein muss, ganz Bamberg zu Fuß, andere fahren bei jedem Wetter mit dem Fahrrad, wieder andere sind vornehmlich aufgrund ihres Alters oder eines Gebrechens auf das Auto angewiesen, eine vermittelnde Rolle kann der Öffentliche Personennahverkehr spielen: So sieht man in der BA-Fraktion, worauf es in der Verkehrsgestaltung ankommt. In einem Antrag an Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) knüpfen die BA-Stadträte Dieter Weinsheiner und Michael Bosch an die  großzügigen Investitionen für das umweltfreundliche Verkehrsmittel Fahrrad an. Sie meinen, dass eine Verkehrsentwicklung in Bamberg in Richtung Verkehrswende nur gelingen kann, wenn Rad- und Fußgängerverkehr sowie Omnibus gleichermaßen ausgebaut werden.

Schreiben an den OB

In ihrem Antrag an den OB schreiben sie, dass aus Gesprächen im Gesamtzusammenhang sich immer wieder entnehmen lasse, dass es in Bamberg pragmatische Lösungen für eine Verbesserung des Busangebots geben könnte. "Dabei meinen wir auch, dass der Verkehrsbetrieb viel deutlicher als bisher seine Rolle im Modal Split der Verkehrsentwicklung herausstellen müsste", betont Weinsheimer in der Pressemitteilung zu dem gemeinsamen Antrag. "Grundsätzlich meinen wir, dass pragmatische Lösungen besser sind als ideologische. Das gilt für autofahrerfreundliche Positionen ebenso wie für eine Priorisierung des Fahrradverkehrs", ergänzt Michael Bosch. Die BA-Fraktion habe deshalb verschiedene Vorschläge zur Verbesserung des Bamberger ÖPNV eingebracht. Das Paket beinhaltet Maßnahmen, die entweder realisiert  oder konzeptionell überprüft werden sollten: Unter den Vorschlägen befinden sich bekannte Ideen, aber auch neue Anregungen. Weinsheimer bringt zum Beispiel wieder den Gedanken einer  Busringlinie zur Erschließung der Innenstadt ins Gedächntnis. Neu erscheint der Vorschlag, den Einsatz  von kleineren Busfahrzeugen bei den Berglinien (910, 913) zu prüfen. Die Kostenersparnis sollte man dafür einsetzen, diese Pilotfahrzeuge mit neuer Technik wie E-Batterie-Betrieb oder Brennstoffzellen auszurüsten. Der Brennstoffzellenmotor sei mittlerweile anerkannt weit entwickelt und wandelt die in Wasserstoff und Sauerstoff   gebundene Energie direkt in Elektroenergie um.

Die beiden BA-Stadträte erinnern auch an ihren Vorschlag aus dem vergangenen Jahr, die Stadtbusse probeweise  an Samstagen kostenfrei fahren zu lassen. Ergänzend weist BA-Stadtätin Ursula Redler darauf hin, dass der Freistaat Bayern ab dem Jahr 2010 die Verkehrsverbünde Bayerns in den nächsten fünf Jahren mit insgesamt 25 Millionen Euro jährlich unterstützen will. red

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