Ehrungen

Auszeichungen für Hetz und Gemeinhardt

Bürgermeister Andreas Galster (CSU) händigte die Auszeichnungen für Horst Gemeinhardt (Bürgermedaille) und Klaus-Jürgen Hetz (Ehrenspange) bei einem Festakt...
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Bürgermeister Andreas Galster (CSU) händigte die Auszeichnungen für Horst Gemeinhardt (Bürgermedaille) und Klaus-Jürgen Hetz (Ehrenspange) bei einem Festakt in der Jahnhalle aus.
Klaus-Jürgen Hetz wurde für sein vielfältiges bürgerschaftliches Engagement und vor allem für 24 Jahre als Stadtrat auf der Liste der SPD geehrt. Durch seine Heirat kam er 1961 nach Baiersdorf und spielte alsbald als Rechtsaußen in der örtlichen Fußballmannschaft. Seine "zupackende Art", so Galster in der Laudatio, brachte Hetz Ämter im Elternbeirat, als Jugendtrainer, im Singverein und in der evangelischen Kirchengemeinde ein. Als Vorsitzendem des Heimatvereins (1979 bis 1990) gelang Hetz die Wiederbelebung der Fasalecken-Tradition.
Als "konstruktiv denkenden Kommunalpolitker" hat ihn der Bürgermeister noch im Amt erlebt, ehe Hetz 2004 aus dem Rat schied. Schon unmittelbar nach der Gebietsreform befasste sich Hetz mit der "Baiersdorfer Neustadt", wie der damalige Begriff für die Stadterweiterung östlich der Bahnlinie lautete.


Selbstzweifel

Hetz fühlte sich, so in seinen Dankesworten, von Selbstzweifeln geplagt, da es so weit zurückliege, dass er "engagiert worden sei". Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich erinnerte in ihrem Grußwort an die politische Stimmung unter Willy Brandt, die Hetz 1971 in die SPD geführt hatte. Horst Gemeinhardt ist weithin als der Mann bekannt, der als Geschichtsforscher "tief ins 17., 18. und 19. Jahrhundert eintauchte" (Galster), um Lebensläufe und Ahnentafeln Baierdorfer Juden zu rekonstruieren. Der Gymnasiallehrer eröffnete so seinen Mitbürgern eine "Welt, die wir uns ohne seine Arbeit nur schwer vorstellen könnten". Gemeinhardt war überzeugt, dass das aufgegriffen werden müsste, zu einer Zeit, als nicht jeder darüber glücklich war. "Ohne ihn wüssten wir nicht, welch reiches jüdisches Leben hier herrschte", insbesondere zur Zeit der Hohenzollern mit nur wenig Restriktionen, betonte Galster.


Unglaublich wichtig

Galster hält Gemeinhardts wissenschaftliche Arbeit für "unglaublich wichtig für uns, um sich der Geschichte stellen zu können." In ihr steckt für Galster der Anstoß, dafür Sorge zu tragen, nicht falschen Heilslehren hinterherzurennen.
Weiter war Gemeinhardt viele Jahre nicht nur im Ortsverein, sondern bis auf Unterbezirksebene für die SPD tätig, wie Landtagsabgeordnete Alexandra Hiersemann in ihrem Grußwort hervorhob.
Gemeinhardt freute sich besonders, dass die Band "SwingKlezMen" zur Umrahmung der Feierstunde engagiert worden war und so viele politische und private Wegbegleiter gekommen waren. "Ich will meine Aufgabe weiter erfüllen", sicherte Gemeinhardt zu.
Hilft die Stadt bei der Finanzierung, wird es bald ein zweites "Wurzelwerk" über die Familie Seligmann geben und eine Ausstellung mit den Stadtgründungsurkunden.
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