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Forchheim
Klimaschutz

Auszeichnung für Forchheim und Baiersdorf

Während auf Bundesebene teilweise noch darüber diskutiert wird, ob Klimaschutz überhaupt ins Aufgabengebiet von Kommunen fällt und wer denn die finanzielle Last tragen soll, sind Kommunen aus der Metr...
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Preisübergabe an die Stadtwerke Forchheim (v. l.): Christian Sponsel (Technischer Geschäftsführer Stadtwerke Forchheim), Uwe Kirschstein (Oberbürgermeister Forchheim) und Jens Hauch (Geschäftsführer Energieregion Nürnberg) Fotos: Peter Kolb
Preisübergabe an die Stadtwerke Forchheim (v. l.): Christian Sponsel (Technischer Geschäftsführer Stadtwerke Forchheim), Uwe Kirschstein (Oberbürgermeister Forchheim) und Jens Hauch (Geschäftsführer Energieregion Nürnberg) Fotos: Peter Kolb
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Während auf Bundesebene teilweise noch darüber diskutiert wird, ob Klimaschutz überhaupt ins Aufgabengebiet von Kommunen fällt und wer denn die finanzielle Last tragen soll, sind Kommunen aus der Metropolregion Nürnberg schon einen Schritt weiter und setzen ein klares Zeichen für Klimaschutzmaßnahmen vor Ort. Dies zeigen auch die Energieeffizienz-Gewinner aus der neu geschaffenen Kategorie "Kommunal".

Sechs Kommunen und kommunale Unternehmen wurden in Bayreuth im Rahmen der dritten Klimaschutzkonferenz der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) durch das Forum Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung der EMN und den Verein Energieregion Nürnberg geehrt, darunter die Stadtwerke Forchheim und das Städtische Kommunalunternehmen (SK) Baiersdorf. Dabei lag der thematische Fokus dieses Mal auf wegweisenden Projekten im Bereich der Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung (KWK).

Stadtwerke Forchheim

Das generalsanierte alte Brauhaus in Forchheim mit 34 Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten wird mittels eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) mit Strom und Wärme versorgt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wohnkomplexen dieser Größe, können mit der Sektorkopplung circa 100 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. "Die Stadtwerke Forchheim investieren als lokales Stadtwerk zu allererst in die Energiewende im Landkreis. Dazu gehört auch der Ausbau der dezentralen Energieversorgung von Wohn- und Gewerbekomplexen mit energieeffizienten Lösungen", fasst Christian Sponsel, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim, zusammen, "wir freuen uns, dass diese Auszeichnung unsere Bemühungen würdigt, und bestärkt uns in unserem Handeln."

SK Baiersdorf

Im Oktober 2019 nahm das Städtische Kommunalunternehmen Baiersdorf sein ambitioniertes Projekt einer Holzvergaseranlage zur regenerativen Strom- (180 kW) und Wärmeerzeugung (270 kW) erfolgreich in Betrieb. Um die in die Jahre gekommene Ölheizung der Mittelschule samt Sporthalle (Jahresverbrauch von 65 000 Litern Heizöl) abzulösen, entschied man sich nach monatelanger Konzeption, Planung und Absprachen mit Stadt, Schulverband und dem Planungsbüro Eta für den Neubau eines leistungsfähigen Holzvergasers. Das von dem Holzvergaser gespeiste Nahwärmenetz, an das mehrere Wohnblöcke angeschlossen sind, weist einen Primärenergiefaktor von 0,0 aus. Das "grüne" Satellitenprojekt wird ausschließlich mit nachwachsenden Rohstoffen in Form von Pellets und Rapsöl betrieben und wurde durch die Netzanbindung von weiteren Abnehmern (Wohnbau) wirtschaftlich rentabel. "Ein Pro-jekt, welches im letzten Jahr unsere ganze Aufmerksamkeit und Kraft kostete", so SK-Vorstand Patrick Nass. red

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