Erlangen
Forschung

Auszeichnung für Erlanger Herzchirurgen

Nimmt der Körper das neue Organ dauerhaft an? Das ist nach einer Organtransplantation die entscheidende Frage. Trotz der regelmäßigen Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten können Organempfänger ...
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Christian Heim Foto: M. Rabenstein
Christian Heim Foto: M. Rabenstein

Nimmt der Körper das neue Organ dauerhaft an? Das ist nach einer Organtransplantation die entscheidende Frage. Trotz der regelmäßigen Einnahme von immunsuppressiven Medikamenten können Organempfänger auch Jahre nach einer erfolgreichen Transplantation gefährliche Immunreaktionen des Körpers gegen das fremde Organ erleiden. Der chronischen Abstoßung nach Herz- und Lungentransplantationen mit verbesserten Medikamenten zu begegnen, ist der Forschungsschwerpunkt von Dr. Christian Heim, Leiter der Experimentellen Herzchirurgie in der Herzchirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen. Für seine aktuelle wissenschaftliche Publikation auf dem Gebiet der Transplantationsmedizin erhielt der Erlanger Herzchirurg jetzt den mit 5000 Euro dotierten Young Investigator Award 2019 der Deutschen Transplantationsgesellschaft (DTG), teilt die Uni mit.

Heim und sein Forschungsteam untersuchen die nicht-immunologische und immunologische Verhinderung der chronischen Abstoßung nach einer Herz- oder Lungentransplantation. Nach wie vor gibt es keine zufriedenstellende medikamentöse Therapie gegen die chronische Transplantatabstoßung.

Der Einfluss von Blutplättchen

Die Auszeichnung der DTG erhielt der Wissenschaftler für seine grundlagenwissenschaftliche Arbeit "Preservation of Microvascular Integrity in Murine Orthotopic Tracheal Allografts by Clopidogrel" (übersetzt: "Erhaltung der mikrovaskulären Integrität bei Maus-Trachea-Transplantaten durch Clopidogrel"), die im angesehenen internationalen Fachjournal "Transplantation" veröffentlicht wurde. In der prämierten Publikation analysierten Heim und sein Team den Einfluss von Blutplättchen über immunologische und auch antithrombotische Mechanismen und erkannten, dass deren medikamentöse Hemmung ein therapeutischer Ansatz sein kann.

In Erlangen studiert

Christian Heim studierte Humanmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, in Wellington (Neuseeland) und Edmonton (Kanada). An der Herzchirurgischen Klinik des Uni-Klinikums Erlangen promovierte er über die Rolle von Zytomegalieviren bei der chronischen Abstoßung nach einer Herztransplantation im Mausmodell. Nach dem Abschluss seiner Facharztweiterbildung habilitierte Heim für das Fach Herzchirurgie mit grundlagenwissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet der chronischen Abstoßung nach einer Herztransplantation. Für seine wissenschaftlichen Beiträge erhielt er mehrere renommierte Auszeichnungen. red

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