Zeil am Main
Kegeln

Auswärtspartie kommt GH Zeil ungelegen

Zu einem der ungünstigsten Zeitpunkte muss das Bundesligateam des SKK Gut Holz Zeil nach einwöchiger Pause am Samstag die Reise zum SKC GH Weiden antreten. Die Oberpfälzer gelten aktuell als Team der ...
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Patrick Löhr  Foto: Ralf Naumann
Patrick Löhr Foto: Ralf Naumann

Zu einem der ungünstigsten Zeitpunkte muss das Bundesligateam des SKK Gut Holz Zeil nach einwöchiger Pause am Samstag die Reise zum SKC GH Weiden antreten. Die Oberpfälzer gelten aktuell als Team der Stunde und schwimmen auf einer kleinen Erfolgswelle.

Ein Blick auf die vergangenen fünf Spielzeiten zeigt, dass die Oberpfälzer in den letzten drei Jahren am Ende der 2. Bundesliga jeweils mit einem Platz im hinteren Mittelfeld Vorlieb nehmen mussten, dabei mit dem Abstieg meist aber nichts zu tun hatten.

In den Jahren zuvor distanzierte man sich bewusst vom neuen internationalen Spielsystem über 120 Wurf und hielt der Bundesliga Classic, die weiter die Wurfdistanz über 200 Wurf verfolgte, die Treue. Erst als sich die Möglichkeit ergab, ohne einen Abstieg in die Bayernliga in das Spielsystem der internationalen 120 Wurf zu wechseln, nutzte man die Möglichkeit und gehört seitdem der 2. Bundesliga Nord/Mitte an.

Durch zwei Abgänge vor der Saison sagten viele Experten dem Team aus Weiden eine harte und steinige Saison gegen den Abstieg voraus. Und sah es nach der Heimniederlage gegen Großbardorf und der deftigen 0:8-Klatsche im Derby bei Rot-Weiß Hirschau noch so aus, als würde sich Weiden ganz auf den Abstiegskampf konzentrieren müssen, so gewannen sie in der Folge vier der fünf Partien. Neben den knappen Heimsiegen gegen Hainstadt und Kaiserslautern entführte die Mannschaft um Kapitän Dennis Greupner aus Bamberg und aus Erlangen beide Punkte. Lediglich das Gastspiel bei der Bundesligareserve des SKC Nibelungen Lorsch ging mit 3:5 knapp verloren.

Durch die jüngsten Erfolge konnte der SKC Platz für Platz nach oben klettern und belegt derzeit hinter Großbardorf und Hirschau Rang 3. Diesen positiven Trend will man im Heimspiel gegen die Zeiler fortsetzen. Ein Blick in die Schnittliste der 2. Liga verrät, dass die Gastgeber aus Weiden über Spieler mit einem derzeitigen Heimschnitt von 605 bis 548 Kegeln verfügen. Überzeugte gerade auswärts zuletzt Manuel Donhauser, so war es auf heimischer bisher Markus Schanderl mit Ergebnissen von 607, 580 und 628 Kegeln.

Für den SKK Gut Holz Zeil ist das Team aus Weiden bisher gänzlich unbekannt. In den jetzigen Teams befinden sich keine Spieler mehr, die im Dress der beiden Vereine schon einmal gegeneinander auf der Bahn standen, weshalb eine realistische Einschätzung vor der Partie auch dem Zeiler Patrick Löhr schwer fällt: "Wir kennen das Team aus Weiden kaum und können daher wirklich wenig im Vorfeld über die Partie am Samstag sagen. Auch die Bahnen am Wasserwerk-Stadion der SpVgg Weiden sind für uns eine totale Unbekannte."

Doch diese Situation müsse nicht unbedingt schlecht sein. Die Zeiler können unvoreingenommen an die Aufgabe herangehen. Aber: "Der Zeitpunkt, zu dem wir nach Weiden reisen müssen, könnte natürlich günstiger sein. Man hat das Gefühl, dass das Team aus Weiden gerade allen Kritikern beweist, dass man sie vor der Saison zu Unrecht zum Abstiegskandidaten gemacht hat. Und die überraschenden Auswärtssiege in Bamberg und vor allem in Erlangen geben einer Mannschaft natürlich enorm Auftrieb und verleihen neue Kräfte", sagt Löhr.



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