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Ausverkauf nach einer Stunde

Der Obstmarkt in Romansthal hat wieder zahlreiche Besucher angelockt. Bereits um 11 Uhr füllte sich der Parkplatz. Weniger gut gefüllt waren hingegen die Körbe und Steigen der Händler.
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Auch wenn es in diesem Jahr an Obst mangelte, das Angebot an Kürbissen ließ keinen Wunsch offen.  Fotos: Gerda Völk
Auch wenn es in diesem Jahr an Obst mangelte, das Angebot an Kürbissen ließ keinen Wunsch offen. Fotos: Gerda Völk
Zur Stärkung gibt es erst einmal eine leckere Kürbissuppe auf dem Hof von Franz Donath. Die Stimmung ist gut bei den beiden Familien, die bereits zum vierten Mal den Obstmarkt in Romansthal besuchen. Sie kommen aus dem Landkreis Kulmbach. Die Männer wegen des flüssigen Obstes, die Frauen wegen der Kürbissuppe. Geschmeckt hat es beiden Familien. Auch dem jüngsten Spross der Familie, der eineinhalbjährigen Wanda. Auch ihr hat die Kürbissuppe mit "Bröckerla " ausgezeichnet gemundet. Die Suppe hatte Hilde Donath aus der Kürbissorte Hokkaido gekocht.
Den Verkehr regelte wie immer die Feuerwehr. Mit dem Obstangebot war es in diesem Jahr nicht so gut bestellt. "Jetzt sind sie weg", sagte eine Obstverkäuferin. Ihr Angebot hatte sie bereits eine Stunde nach Eröffnung des Obstmarktes verkauft.
"Schuld" am geringen Angebot von Äpfeln, Birnen, Nüssen und Quitten waren die Fröste während der Blüte im Frühjahr. Dass dennoch etwas im Angebot war, führte die Händlerin auf günstige Bedingungen während der Blüte zurück. "Da macht oft schon ein günstiger Standort nahe dem Haus, eine späte oder frühe Blüte der Sorte etwas aus." Auch wenn sich frisches Obst rar machte, in verarbeiteter Form war es dennoch zu haben. Das Angebot in den einzelnen Hofstellen punktete mit viel selbst Gemachtem wie Gelees oder Marmeladen, Obst in flüssiger Form wie Liköre oder Schnäpse und Eingelegtes wie saure Gurken oder was sich sonst noch einwecken lässt. Wer wollte, konnte sich mit dekorativen Herbstkränzen oder Kunstvollem aus Holz eindecken.


Äpfel und Kartoffeln ausgestellt

Mittlerweile ist die Obstausstellung ein fester Bestandteil des Obstmarkts geworden. Erstmals wurde dieser durch eine Auswahl ausgesuchter Kartoffelsorten ergänzt. Neben einer roten Kartoffelsorte waren auch Bamberger Hörnchen und die beinahe vom Markt verschwundene Linda zu sehen. Wer sich mit dem Gedanken trug, demnächst ein Apfelbäumchen zu pflanzen, konnte sich unter rund 60 verschiedenen Sorten eines aussuchen. Vielfältig war auch das Angebot an Kürbissen. Mittlerweile haben sich die Kürbisse einen festen Platz in der Küche erobert und auch als Gruselfaktor zu Halloween sind sie nicht mehr wegzudenken. Imker Henrik Arndt war ebenfalls auf dem Obstmarkt vertreten. Allerdings machte der Herr über viele Bienenvölker seinen Kunden die Auswahl nicht ganz leicht. Diese konnten unter einem guten Dutzend Honigsorten wählen, deren Standort mit der jeweiligen Ortsbezeichnung angegeben war. Bereits etabliert hat sich der Ausschank von Kaffee und Kuchen im Feuerwehrhaus. Angesichts des relativ ungemütlichen Wetters wurden auch warme Getränke wie Glühwein oder Holunderpunsch gerne angenommen.
Zufrieden mit dem Verlauf des Obstmarktes zeigten sich auch Emma und Adam. Die Geschäftsidee der beiden Kinder: Sie hatten aus Kastanien lustige Männchen gebastelt und besserten damit ihr Taschengeld auf.
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