Bad Kissingen
GEsundheit

Austausch über neue Behandlungsmethoden

Zu einem fachlichen Austausch hatte der Ärztliche Direktor und Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie des Helios St. Elisabeth-Krankenhauses, Dr. Pavol K...
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Zu einem fachlichen Austausch hatte der Ärztliche Direktor und Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie des Helios St. Elisabeth-Krankenhauses, Dr. Pavol Klobusicky, interessierte Kollegen eingeladen. Im Füllbacher Hof begrüßte er rund 45 Gäste und hochkarätige Dozenten bei der fachübergreifenden Fortbildungsveranstaltung unter dem Titel "Aktuelles aus der Viszeralmedizin 2018".
Dr. Herbert Schulz, Vorsitzender des Ärztlichen Kreisverbandes Bad Kissingen, dankte für das Engagement der Helios Klinik, diese Fortbildung durchzuführen. Gerade der persönliche und fachübergreifende Austausch unter den Kollegen sei sehr wichtig.
Daniel Amrein, Klinikgeschäftsführer des Helios St. Elisabeth Krankenhauses, freute sich über den regen Zuspruch und unterstrich ebenso die Bedeutung des Austauschs zwischen niedergelassenen Ärzten und dem Krankenhaus.
Im folgenden intensiven Austausch zu verschiedenen medizinischen Themen spielten dann immer wieder Farben eine Rolle: So referierte Priv.-Doz. Dr. Michael Hocke, Chefarzt Gastroenterologie des Helios Klinikums Meiningen, über die Bedeutung des endoskopischen Ultraschalls, der Endosonografie, die über die Diagnostik hinaus immer mehr in der Therapie zum Einsatz kommt - zum Beispiel beim nicht operativen Entfernen von lehmbraunen Pankreasnekrosen oder zur Drainage des gelbgrünen Gallensaftes in verzwickten medizinischen Situationen.
Dr. Maximilian E. Dämmrich (Schweinfurt) stellte neuroendokrine Tumoren aus Sicht des Pathologen vor. Hier kommen immunhistochemische Techniken zur Anwendung, die Tumorzellen als orange-braune Punkte darstellen. Dr. Alexander Weich vom Zentrum für neuroendokrine Tumoren der Universitätsklinik Würzburg ging aus Sicht des Klinikers auf diese besonderen Geschwulste ein und präsentierte Aufnahmen mit hellgelb sichtbaren Rezeptoren, die eine Lokalisation des Tumorgewebes und eine Aussage über weniger invasive Therapiechancen ermöglichen.
Diplom-Ingenieur Andreas Niz zeigte in seinem Vortrag "schillernd grüne Därme" durch Einsatz fluoreszierender Substanzen. Diese Technik unterstützt den Operateur beispielsweise dabei, Gefäßverbindungen (Anastomosen) in gut durchblutetem Gewebe korrekt zu setzen, wie Dr. Peter Feyerherd, Leitender Oberarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie des Helios St. Elisabeth Krankenhauses, erläuterte. Er gab Einblicke in die Proktologie und informierte über neue Behandlungsmöglichkeiten purpurfabener Hämorrhoiden.
Abschließend vermittelte Prof. Dr. Klaus Monkemüller, Leitender Oberarzt Gastroenterologie der Helios Frankenwaldklinik Kronach, Strategien bei den häufiger werdenden Blutungen unter Blutverdünnung (Antikoagulation) - sowohl für die endoskopische Therapie der hellroten Blutungen als auch für den weiteren Einsatz von Blutverdünnungsmedikamenten, wenn die endoskopisch gut therapierten kleinen Gefäße im Magen oder Darm nur noch bläulich-livide aussehen.
Dr. Andreas Langeheinecke, Chefarzt Gastroenterologie des Helios St. Elisabeth-Krankenhauses, moderierte die interdisziplinäre Fortbildung. red
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