Kronach
Innovationszentrum

Ausstellung will digitale Technologien erlebbar machen

Veronika Schadeck Kronach —  Mit einer "mobilen UUX-Transferspace" will das Innovationszentrum Kronach (IZK) Existenzgründern sowie kleinere und mittlere Unternehmen unterstützen, sich Wettbewerbsvort...
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Beim Start der UUX-Roadshow (v. li.): Alexandra Klinke, Katrin Schubert, Susanne Nikolaus, Harald Schubert, Hendrik Montag-Schwappacher, Andrea Jansen und IZK-Sprecher Hans Rebhan Foto: Veronika Schadeck
Beim Start der UUX-Roadshow (v. li.): Alexandra Klinke, Katrin Schubert, Susanne Nikolaus, Harald Schubert, Hendrik Montag-Schwappacher, Andrea Jansen und IZK-Sprecher Hans Rebhan Foto: Veronika Schadeck

Veronika Schadeck Kronach —  Mit einer "mobilen UUX-Transferspace" will das Innovationszentrum Kronach (IZK) Existenzgründern sowie kleinere und mittlere Unternehmen unterstützen, sich Wettbewerbsvorteile auf dem Markt zu verschaffen. "Usability" und "User Experience" stehen dabei im Mittelpunkt.

Was bedeutet nun "UUX"? Wie Andrea Jansen von bayern innovativ bei einem Pressegespräch am Dienstag erklärte, habe sich UUX als Abkürzung für die Themen Usability und User Experience durchgesetzt. Die Usability (Benutzungsfreundlichkeit) lege den Fokus auf die Interaktion zwischen Mensch und Computer. Ein Nutzer könne mit einem Produkt Ziele erreichen, dabei spiele vor allem der Nutzungskontext eine Rolle.

Bei "User Experience" (Benutzererlebnis) gehe es um die subjektiven Eindrücke des Nutzers beim Produkt. Hier liege die Herausforderung darin, positive Erlebnisse bei der Nutzung des Produkts zu erzeugen. Und das führe zu einem Wettbewerbsvorteil.

Gerade in Zeiten der Digitalisierung nehme eine intuitive und menschzentrierte Gestaltung von Produkten und Werkzeugen eine besondere Rolle ein. Softwarelösungen, die auf die Bedürfnisse der Nutzer und auf Emotionen ausgerichtet seien, überzeugen.

Die Ausstellung lädt nun dazu ein, Bedürfnisse der Kunden zu analysieren, Möglichkeiten für positive Erlebnisse zu schaffen und die Technik dann entsprechend zu konzipieren.

Wie Jansen weiter ausführte, seien in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen diese Zusammenhänge nicht präsent. Gründe seien beispielsweise mangelnde Ressourcen.

Der Geschäftsführer von der Initiative Gesunder Betrieb (i-gb), Harald Schubert, wies darauf hin, dass "mobile UUX-Transferspace" dazu beigetragen hat, sich zu hinterfragen, ob der eingeschlagene Weg auch der richtige sei. In seinem Unternehmen sei man gerade dabei, eine App zu entwickeln, in der die Leistungen von i-gb emotional dargestellt werden.

Alexandra Klinke ist seit August in Kronach. Sie hat vor wenigen Monaten ein Start-up gegründet. Mit einer App will sie sich nun einen "digitalen Assistenten" schaffen, der ihre Leistungen offeriert. Sie führt Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastungen in Unternehmen durch. Dabei lotet sie aus, welche Reize auf Mitarbeiter gesundheitsschädigend wirken.

Bis zum 21. Juni läuft nun die "mobile UUX-Transferspace" in den Räumen des IZK. Interessierte haben die Möglichkeit, sich vor Ort über verschiedene Workshop-Elemente Anregungen zu verschaffen. Auch besteht die Möglichkeit, sich die Gegenstände auszuleihen. Verschiedene Karten und Materialien geben Anregungen, wie man seine Zielgruppe am besten erreicht und wie man seine Produkte mit positiven Erlebnissen für seine Kunden anbietet. Sie laden zudem ein, darüber nachzudenken, ob man mit seinen Strategien auf dem richtigen Weg sei. Wie das Vorstandsmitglied und Sprecher von IZK, Hans Rebhan, erläuterte, müssen sich Unternehmen weiterentwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Ein spielerischer Einstieg

Wie Jansen erklärte, will die Bundesregierung mit "UUX-Roadshow" die Initiative "Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Usability" unterstützen. Mit der Ausstellung in den IZK-Räumen soll den mittelständischen und kleinen Unternehmen sowie Existenzgründern ein spielerischer Einstieg ins Thema UUX vermittelt werden. Der Besuch ist kostenlos, auch fallen keine Leihgebühren an. Die Besucher werden lediglich aufgefordert, ihr Feedback zu Papier zu bringen.



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