Leutenbach

Aushängeschild von Leutenbach

Die Ortsgruppe des Fränkische Schweiz-Vereins hat vielfältige Aufgaben zu bewältigen. Die Gemeinde sagt ihre Unterstützung zu. Die Heimat- und Trachtenstube ist Anziehungspunkt. Ein Vorsitzender wird gesucht.
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Schätze halten Katharina Kraft (l.) und Monika Kaul in den Händen.  Foto: Franz Galster
Schätze halten Katharina Kraft (l.) und Monika Kaul in den Händen. Foto: Franz Galster

Die Jahreshauptversammlung des Fränkische-Schweiz-Vereins (FSV), Ortsgruppe Leutenbach, zeigte die vielseitigen Aufgaben im Kultur- und Wanderbereich, die der Verein über das Jahr bewältigt.

Vorsitzender Richard Roth begrüßte im gut besuchten Vereinslokal Drummer unter anderen alle drei Bürgermeister der Gemeinde, an der Spitze Florian Kraft (FW). Diese starke Gemeindepräsenz wurde wohltuend zur Kenntnis genommen, bedürfen die vielen Aufgaben doch auch der maßgeblichen Unterstützung durch die Kommune.

Der Wanderwart Thomas Melzig verwies auf die enorme Strecke von 284 Kilometern zu pflegender Wanderwege. 124 Stunden und 340 Autokilometer wandte er zusammen mit seinen freiwilligen Helfern dafür im zurückliegenden Jahr auf. Die Markierungsarbeiten werden sich durch gewisse Vereinheitlichung bei der laufenden Digitalisierung der Wege über die ganze Fränkische Schweiz reduzieren. Wanderwart Franz Kraft verwies in seinem Bericht auf drei geführte Wanderungen.

Eine feste Größe und einen Blickfang bedeutet in Leutenbach die Trachtentanzgruppe der 21 Kinder aus den verschiedenen Gemeindeteilen. Agnes Häcklein berichtete von den zahlreichen Auftritten wie dem Maibaumaufstellen auf dem Walberla, dem Festzug beim Kirschenfest in Pretzfeld und dem Annafestzug in Forchheim. Mit Ruperta Schramm und Dace Galster bildet sie ein Team mit viel Idealismus und Heimatverbundenheit.

Ähnliche Attribute kann man auch Monika Kaul und Katharina Kraft bei der Betreuung der Heimat- und Trachtenstube im Obergeschoss des Rathauses zuschreiben. Kaul berichtete von vier Standardöffnungszeiten im Jahr, dazu Sonderöffnungen nach Absprache. Unter den Besuchern waren letztes Jahr auch Gäste aus den USA.

Viele Utensilien im Ausstellungsraum geben Aufschluss über die Vergangenheit der Region. Unter anderem wird auch die Geschichte vom Burgstein und seiner Burg oberhalb von St. Moritz in Film und Tons präsentiert.

Man war stolz, aufwendige Leutenbacher Trachten beim Tag der Landfrauen in der Jahnhalle präsentieren zu können und leiht sie auch zum Betzentanz in Leutenbach aus. Ändern und Reinigen der Trachten sind nur einige der intensiven fachkundigen Arbeiten, wie sie von Monika Kaul und Katharina Kraft als Expertinnen mit Helfern ausgeführt werden.

Der Vorsitzende Richard Roth bezeichnete die Heimat- und Trachtenstube als ein "Aushängeschild von Leutenbach". Die Leistungen des FSV ließen sich beliebig fortsetzen mit Arbeiten wie dem Wurzbüschelbinden oder dem Schmücken des Osterbrunnens.

Mit 268 Mitgliedern hat Leutenbach eine besonders starke Ortsgruppe. Sie feierte 2018 in bescheidenem Rahmen ihr 50-jähriges Bestehen. Reinhold Kraft organisierte dazu eine Fotoausstellung.

Zum 16. Mal fand das Mariensingen auf St. Moritz statt. Den Gedanken, aufgrund des großen Interesses das Singen in die Pfarrkirche zu verlegen, ließ man wieder fallen. Das Moritzkirchlein platzt dann zwar immer aus allen Nähten. Was aber könne sich besser eignen und eine bessere Stimmung vermitteln als St. Moritz und seine traumhafte Umgebung inmitten der Natur im Mai?

Dolinenweg bei Seidmar

Auf ein schwebendes Verfahren wies Roth beim Thema Dolinenweg auf der Jurahochfläche bei Seidmar hin. Es sind verschiedene Dolinen, die die Gemeinden Leutenbach, Pretzfeld, Egloffstein und Gräfenberg berühren. Sie bedeuten ein gewisses Alleinstellungsmerkmal der Region. Laut Roth sind 700 Meter Leutenbacher Wegstrecke betroffen. Roth sieht als wesentliche Nutznießer die Gemeinde und den lokalen Tourismusverein. Mehr Arbeit möchte sich der FSV dabei nicht aufladen. Bürgermeister Florian Kraft versprach, das Projekt mit den genannten Kommunen abzustimmen.

Er verwies darauf, dass die Gemeinde ihren Teil beitragen wolle und die Renovierung der Wege am Burgstein, zum gegenüberliegenden Kreuzweg und einen Treppenaufgang bei den Mehlbeeren an der Kirschenanlage veranlasst habe. Von veranschlagten 90 000 Euro übernimmt die Gemeinde rund 20 000 Euro. Der Rest wird durch Fördergelder gedeckt.

Roth macht noch ein Jahr weiter

Florian Kraft übernahm zusammen mit Wilhelm Sponsel und Richard Dorsch die Aufgabe der Wahlleitung für die alle drei Jahre anstehenden Neuwahlen. Richard Roth erklärte aus Altersgründen seinen Rücktritt. Kaum jemand sieht sich aus zeitlichen Gründen noch dazu in der Lage, eine solche Position ehrenamtlich zu übernehmen. Zweifelsohne tun mittlerweile immer weiter aufgetürmte bürokratische Hindernisse ihr Übriges. Ehrenvorsitzender Michael Roth versuchte Reinhard Weber für die Aufgabe zu gewinnen, was aufgrund dessen Reisetätigkeit nicht so einfach zu sein scheint. Letztlich einigte man sich, dass der Vorstand ein weiteres Jahr im Amt bleibt.

Neben den bereits Genannten bleibt Bärbel Kraft-Galster Schriftführerin, Lydia Heilmann betreut - unterstützt von Klaus Gumbmann - die Kasse. Reinhard Weber rückt näher heran und wird künftig als Beisitzer dazugehören.



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