Bamberg

Aus Bamberg und der Welt

Der Jazzclub hat für sein Oktober-Programm Musiker aus vielen Ländern eingeladen.
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"Saxofour" sind am Samstag, 27. Oktober, in Bamberg zu Gast. Fotos: privat
"Saxofour" sind am Samstag, 27. Oktober, in Bamberg zu Gast. Fotos: privat
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Vom jazzigen Funk bis zum Austria-Jazz von einem Saxophonquartett reicht das Spektrum der Auftritte im Bamberger Jazzclub im Oktober.

Los geht's mit der fränkischen Band "Soul7even" am Dienstag, 2. Oktober. Soul7even besteht aus Musikern aus Schweinfurt und Bamberg. Seit ihrer Gründung 2017 hat die Band schon einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen und spielte auf der Sandkerwa 2018 und bei vielen Festen in der Region.

"Soul7even" zelebriert Funk, Soul, Pop mit jazzigen Ausflügen, die wachsende Fangemeinde freut sich aufs Abtanzen zu Klassikern von Stevie Wonder, Chic, David Bowie,aber auch zu

aktuelleren Hits von Beyonce, TLC, Bruno Mars etc. An der Front steht mit Selena de Leon und Kerstin Dorsch ein charismatisches und energiegeladenes Gesangsduo, das den Bandsound genauso prägt wie die solistischen Ausflüge des Saxofonisten und Sängers Fritz Wenzel.

Kreative Unterstützung erfahren sie von einer eingespielten Rhythmusgruppe um Thomas Stahl (dr), Chris Krug (b), Benschi Beuschlein (git) und Günter Schmuck an den Keyboards.

Emotional und spontan

Derart bunt und voller Überraschungen wie "Grooving Klezmer" am Samstag, 6.Oktober, sind Konzerte selten. Denn das aktuelle Programm des Saarbrückers Helmut Eisel (Klarinette) und Sebastian Voltz (Klavier) ist einfach anders - hochemotional und faszinierend spontan. Wenn diese beiden Musiker die Bühne betreten, wird schnell klar, dass die Musik der beiden Individualisten sich in keine Schublade stecken lässt.

Klezmer-Traditionals und Kompositionen der sog. Goldenen Zwanziger liefern den beiden zwar immer unwiderstehliche Inspirationen, doch Eisel und Voltz musizieren jedes denkbare Klischee gleich wieder virtuos und schwungvoll über den Haufen. Helmut Eisel, unbestritten einer der vielseitigsten Klarinettisten in Klezmer, Klassik und Swing, hat in Sebastian Voltz seinen kongenialen Gegenpart gefunden: einen der Paroli bietet und mit jazzig inspirierten Wendungen das Wechselspiel der Instrumente befeuert. Beide fordern das Publikum ganz unverblümt dazu heraus, scheinbar Bekanntes mit neuen Ohren zu hören und dabei entspannt mitzuswingen.

Die Neugier auf neue Musikentwicklungen eint die beiden Musiker, die am Samstag, 13. Oktober, im Jazzclub zu Gast sind: Jasper van`t Hof und Paul van Kemenade. Sie suchen unablässig nach bislang ungehörten Ausdrucksmöglichkeiten und überschreiten dabei nicht selten die Grenzen des Jazz in benachbarte Stilbereiche.

Das Interesse des Top-Jazz-Pianisten Van't Hof am Instrument entwickelte sich im frühen Alter. Seine Karriere setzt sich bis heute aus beständigen Formationen (Eyeball, Association P.C.), stetig wiederkehrenden Projekten (besonders das weltweit bekannte Afrika-Projekt Pili Pili) und losen Kollaborationen zusammen. Fachleute bezeichnen Hof gerne als Fusion-Jazzer, da er meist mit den verschiedensten Einflüssen von Jazz, klassischer Musik, Pop, spanischer Musik bis hin zu afrikanischer Musik improvisiert.

Sein Partner Paul van Kemenade begann mit 13 Jahren Saxophon zu spielen. Er studierte am

Konservatorium vonTilburg.

Klänge aus drei Ländern

Drei Länder - eine Sprache! Die Musik von Moussa Cissokho (Senegal), Jan Galega Brönnimann (Schweiz) und Omri Hason (Israel) lässt die Kunst des Geschichtenerzählens wieder aufleben. Das Trio überschreitet Grenzen zwischen traditionellen und modernen Klängen aus Afrika, Europa und dem Orient. Der perlend klare Klang der Kora (afrikanische Stegharfe mit 22 Saiten) trifft auf die sonoren, rauchigen Töne der Bassklarinette und wird unterstützt von den verschiedensten Perkussionsinstrumenten von Omri Hason, der vor vier Jahren mit dem Modus Quartett das Bamberger Publikum begeisterte. Das Zusammenspiel von Moussa Cissokho, Jan Galega Brönnimann und Omri Hason besticht durch

schöne Melodien und rhythmische Eleganz - es entsteht eine authentische und zeitgenössische Kammermusik. Termin für den Auftritt der drei Musiker ist Samstag, 20. Oktober.

"Saxofour" schließlich sind am Samstag, 27. Oktober, an der Reihe. Die Band mit ihrer ungewöhnlichen Besetzung wurde anlässlich der "Austria Jazz Tage" 1991 gegründet. Anfangs schöpfte das Quartett aus dem reichen Fundus der Kompositionsschätze Florian Bramböcks. Bald aber fingen auch die anderen Herren auf ihre eigene Art und Weise zu komponieren und arrangieren an. 2002 wurde das Album "Vocalizing Reeds" veröffentlicht, welches Kompositionen in einer Mischung von Jazz, Musik österreichischer Wurzeln und anderer ethnischer Einflüsse vereint. 2004 fand die Premiere eines gemeinsamen Projektes mit dem Kinderbuchautor Martin Auer im Wiener Konzerthaus statt, welches 2005

auf Österreichtournee ging (Das Haus in meinem Kopf, CD dazu 2006). Mit ihren verschiedenen Saxophonen und Klarinetten stehen auf der Bühne: Florian Bramböck, Klaus Dickbauer, Christian Maurer und Andreas

See.

Karten für die Konzerte gibt es unter Telefon 0951/53740, per E-Mail an info@jcbamberg.de, beim BVD und an der Abendkasse. red



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