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Bad Kissingen
Neujahrsempfang

Aufeinanderzugehen, füreinander da sein

Zum Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde Hausen/Kleinbrach begrüßte Gabriele Müller, als Sprecherin des Gemeindeforums, neben zahlreichen Gästen auch alle Vertreter der örtlichen Vereine, die örtlichen S...
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Mit guten Gesprächen klang der Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde in geselliger Runde aus. Foto: Christine Leirich
Mit guten Gesprächen klang der Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde in geselliger Runde aus. Foto: Christine Leirich

Zum Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde Hausen/Kleinbrach begrüßte Gabriele Müller, als Sprecherin des Gemeindeforums, neben zahlreichen Gästen auch alle Vertreter der örtlichen Vereine, die örtlichen Stadträte, als Vertreter der Stadt Bad Kissingen Bernd Czelustek und Pfarrvikar Michael Schmidt als hauptamtlichen Vertreter der Pfarreiengemeinschaft. Einen besonderen Gruß durfte die Blaskapelle Hausen entgegennehmen, welche den Empfang musikalisch umrahmte.

Gemeinsame Unternehmungen

Gabriele Müller rezitierte am Beginn ihrer Ausführungen ein kleines Gedicht von Peter Rosegger: "Ein bisschen mehr Frieden und weniger Streit, ein bisschen mehr Güte und weniger Neid ..." So selbstverständlich diese Worte auch erscheinen, so schwer sei es manchmal, sie auch im Alltag umzusetzen. Die kleinen Worte "Danke" und "Entschuldigung" seien fast ins Vergessen geraten oder gar ganz verloren gegangen. Viele seien mit ihren eigenen Problemen so sehr beschäftigt, dass sie neben ihrem "Ich" das "Du" aus den Augen verloren hätten.

"Wir hier in Hausen und Kleinbrach haben den Vorteil, dass wir in unseren Gemeinden immer noch und immer wieder auch die Gemeinschaft und das Miteinander erleben dürfen. Dies zeigt auch wieder der heutige Tag, mit diesem Empfang", sagte sie weiter. Auch im vergangenen Jahr habe man sich zu den verschiedensten Anlässen zusammengefunden, sei es zu den Gottesdiensten, Maiandachten, zum Kreuzweg, zum Flurgang nach Haard, es wurde zusammen zum Kreuzberg gepilgert. Auch die Ministranten, Senioren und Kindergruppen haben sich regelmäßig getroffen. Im Oktober wurde das 70-jährige Jubiläum der Bischofsweihe von Julius Kardinal Döpfner gefeiert.

Bernd Czelustek bedankte sich für die Gelegenheit, einmal als Vertreter der Stadt Bad Kissingen in seiner Heimatgemeinde zu fungieren und die Grüße des Oberbürgermeisters und der Stadt überbringen zu dürfen. Er sprach die Vertrauensverluste im politischen System an. Auch Hausen habe das neue Jahr mit Verlusten begonnen, sei es doch das erste Jahr ohne Chorgemeinschaft. Auch die Geschäftswelt dünne im ländlichen Bereich immer mehr aus, und auch die gottesdienstliche Versorgung werde zunehmend schwieriger. Die große Herausforderung liege darin, die Zukunft aktiv zu gestalten. Aber es gebe Hoffnungszeichen: Bad Kissingen trotze den schlechten Vorhersagen hinsichtlich der Bevölkerungsentwicklung, es tue sich was in Sachen Hotellerie, die Bewerbung zum Weltkulturerbe laufe, das Gemeindeentwicklungskonzept habe die Stadtteile im Visier. Es gibt das Projekt "innen statt außen", welches sich mit der Altort-Revitalisierung beschäftigt, und auch für die ortsansässige Feuerwehr gibt es ein neues Löschfahrzeug, was ihn als Kommandant natürlich sehr freut.

Es hat sich einiges getan

Auch im kirchlichen Umfeld hat sich einiges getan: das neue Gemeindeforum hat nahtlos die Arbeit aufgenommen, es haben sich wieder genügend Sternsinger für Dreikönig zur Verfügung gestellt, und Luis Pörtner ist mittlerweile nicht nur Oberministrant, sondern auch noch Organist. Die Sprecherin des Gemeindeforums, Gabi Müller, und der Vorsitzende der Kirchenverwaltung, Wolfgang Leirich, seien für die Gemeinde "absolute Glücksfälle". Ebenso Stadtpfarrer Gerd Greier und Pfarrvikar Michael Schmidt. Vereine und Kirche müssen Orte des Zusammenkommens, der Kommunikation, des Miteinanders und der Zwischenmenschlichkeit sein, dann seien auch alle Herausforderungen (Neuwahl bei der TSVgg Hausen und der Feuerwehr, Vorbereitungen der 2020 anstehenden Jubiläen - 150 Jahre Feuerwehr, 120 Jahre TSVgg Hausen) zu meistern, erklärte Czelustek.

Pfarrvikar Michael Schmidt überbrachte Grüße von Stadtpfarrer Gerd Greier. Er bedankte sich bei der Gemeinde für ein offenes und ehrliches Miteinander. Denn genau in diesem Miteinander, Aufeinanderzugehen, liege es, Gutes füreinander zu tun, auch wenn es oft nur Kleinigkeiten sind. Als Beispiel nannte er Liam. Der Ministrant komme immer wieder, auch wenn er keinen Dienst hat, in die Sakristei oder auf ihn zu und frage, ob etwas zu tun ist, ob er etwas machen oder übernehmen kann, lobte er. Ein besonderer Dank galt Andreas Wehner, der nach einem Rohrbruch in der Heizungsanlage des Pfarrheimes sofort zur Stelle war und der Pfarrgemeinde auch weiter mit Rat und Tat zur Seite steht. Anschließend spendete der Pfarrvikar den Neujahrssegen. red

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