Haßfurt

Aufbruch in die Freiheit

Der langjährige "Spiegel"-Redakteur Dieter Bednarz zitiert am 8. November in Zeil aus seinem Buch "Zu jung für alt!" berufliche und private Wechseljahre nach dem Berufsleben.
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Vom Aufbruch in die Freiheit nach dem Berufsleben berichtet Dieter Bednarz im Rahmen seiner Lesereise quer durch die Republik am Donnerstag, 8. November, in Zeil. Foto: Tinka und Frank Dietz Photographie
Vom Aufbruch in die Freiheit nach dem Berufsleben berichtet Dieter Bednarz im Rahmen seiner Lesereise quer durch die Republik am Donnerstag, 8. November, in Zeil. Foto: Tinka und Frank Dietz Photographie

"Zu jung für alt!" Diese Devise gilt sicher für viele, für die die Zeit bis zum Ruhestand absehbar ist oder die sich schon in dieser neuen Lebensphase befinden. Es ist ein Umbruch, der es in sich haben kann. Vom Aufbruch in die Freiheit nach dem Berufsleben berichtet Dieter Bednarz im Rahmen seiner Lesereise quer durch die Republik am Donnerstag, 8. November, ab 19.30 Uhr in Zeil in der Stadtbibliothek.

Rund zehn Jahre nach seinem viel gelobten erzählenden Sachbuch über spätes Elternglück hat Dieter Bednarz erneut seine persönliche Situation zum Anlass genommen für ein ebenso unterhaltendes wie informatives Buch: Offen und ehrlich, aber auch sachlich umfassend, beschreibt er die beruflichen und privaten Wechseljahre, die Männern wie Frauen immer öfter bereits mit Ende 50, Anfang 60, zu schaffen machen: wenn die sogenannte Karriere ein nicht selten jähes Ende nimmt, wenn die erste Renten-Hochrechnung Ängste vor baldiger Altersarmut schürt und der Rest der Familie ziemlich deutlich zeigt, dass er auch gut alleine klarkommt.

Dieter Bednarz verhehlt nicht, dass ihm die Entscheidung über die eigene Zukunft schwerfällt, zumal sich das von der Firma gesetzte Zeitfenster unerbittlich schließt. "Zu jung für alt!" ist ein ebenso heiterer wie nachdenklicher Appell zum Aufbruch in die große, unbekannte Freiheit nach dem Berufsleben.

Dieter Bednarz, Jahrgang 1956, war mehr als sein halbes Leben lang politischer Redakteur des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Seine scharf geführten Gespräche - unter anderem mit Irans Staatschef Ahmadinedschad, Syriens Machthaber Assad und Ägyptens Präsident Sisi - fanden weltweit Beachtung. Bekannt ist er auch als Autor zum Thema "Work-Life-Balance". Die komödiantische Verfilmung seiner Werke hat ein Millionenpublikum im ZDF. Den Abend in der Zeiler Stadtbibliothek organisieren die Volkshochschule Zeil und die "Gesundheitsregion plus Landkreis Haßberge" zum Jahresschwerpunkt "Seniorengesundheit", gefördert durch das Gesundheitsministerium und die Körber-Stiftung. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Postagentur Zeil und der Buchhandlung Osiander in Haßfurt.

"Wildgans-QiGong"

Zum Thema "QiGong", einem Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin, veranstaltet die Volkshochschule Landkreis Haßberge seit Jahren Seminare mit dem chinesischen Arzt Yang Weihong. Die nächste Gelegenheit, dieses effektive Gesundheitstraining kennenzulernen, ist am Samstag, 10. , und Sonntag, 11. November, jeweils von 10 bis 17.15 Uhr im Umweltbildungszentrum Oberschleichach.

"Wildgans-QiGong" erhielt 1995 in China eine staatliche Anerkennung. Lernen Sie einen Teil der 64 Bewegungsformen in diesem Seminar kennen. Um den Gesundheitszustand zu verbessern, sollte man täglich zehn Minuten in der Natur diesen Typ des QiGongs mit den sanften und fließenden Bewegungsabläufen trainieren. Gefördert werden damit unter anderem ein gutes Gedächtnis, geschmeidige Gelenke und körperliche Beweglichkeit oder Abwehrkräfte. QiGong kann hilfreich sein oder vorbeugen gegen Schmerzen, Unruhe, Kreislauf- oder Verdauungsbeschwerden, Parkinson oder Alzheimer. Weitere Anmeldungen sind noch möglich in der VHS-Geschäftsstelle, Telefon 09521/94200 oder unter www.vhs-hassberge.de.

Barockarchitekt Joseph Greissing

"Vom Bergbauernsohn zum fürstlichen Baumeister - der Barockarchitekt Joseph Greissing (1664-1721)" - die Lebensgeschichte und das Werk dieses auch für unseren Landkreis so bedeutenden Baumeisters beleuchtet der Kunsthistoriker Johannes Mack in einem Vortrag am Freitag, 9. November, ab 19.30 Uhr im Pfarrsaal in Friesenhausen neben der katholischen Schlosskirche (gegenüber dem Schloss). Der in Vorarlberg geborene Joseph Greissing war direkter Amtsvorgänger Balthasar Neumanns als Hofbaumeister in Würzburg. Ursprünglich Zimmermeister, arbeitete er sich durch außerordentliche Begabung und Geschick zum bevorzugten Architekten des Fürstbischofs Johann Philipp von Greiffenclau (reg. 1699-1719) empor. Die Klosteranlage Ebrach, die Ritterstiftskirche Großcomburg, der barocke Neumünsterumbau in Würzburg mit seiner imposanten Kuppel oder der Fürstenbau des Juliusspitals zählen zu seinen Hauptwerken. Zahlreiche weitere Kloster- und Schlossbauten stammen von ihm. Gerade auch im Haßbergkreis stehen viele Zeugnisse seiner Kunst, so das Schloss Burgpreppach, die Kirche, das Pfarrhaus und weitere Gebäude in Gereuth, das Finanzamt in Ebern, das Langhaus der Kirche in Goßmannsdorf oder das Schloss Oberschwappach. Ein besonderes Juwel ist die Schlosskirche, die heute katholische Pfarrkirche in Friesenhausen.

Zahlreiche Landmeister pflegten den typischen Greissingstil noch Jahrzehnte nach dem Tod des Meisters in Franken und angrenzenden Gebieten weit in die Zeit Balthasar Neumanns hinein, der selbst wichtige Anregungen von Greissing bekam. Der etwa eineinhalbstündige Lichtbildvortrag von Mack wird Einblicke in das Leben und Wirken Greissings, aber auch in die Bauorganisation barocker Großbaustellen liefern.

Anmeldungen nimmt die VHS Aidhausen, Heike Piechaczek, unter der Telefonnummer 09526/981236 entgegen. red

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