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Auf sieben "Essbare Stadt"-Standorte sollen weitere folgen

Nachdem die ersten sieben "Essbare Stadt"-Standorte in Bamberg erfolgreich aufgebaut wurden, werden nächstes Jahr weitere entstehen. "Essbare Stadt" sind Projekte für die Nutzung städtischen Raums zum...
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Nachdem die ersten sieben "Essbare Stadt"-Standorte in Bamberg erfolgreich aufgebaut wurden, werden nächstes Jahr weitere entstehen. "Essbare Stadt" sind Projekte für die Nutzung städtischen Raums zum Anbau von Lebensmitteln. Eine kleine Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, Bamberg "essbar" zu machen. 2018 wurde es konkret. Sieben Standorte sind über Bamberg verteilt entstanden. (Erba Insel, zwei im Babenberger Viertel, Gaustadt Bonnhöferplatz, Sandbad, Deutsches Haus, Malerviertel). Unterstützt von den tatkräftigen Aktiven der Gruppe, haben engagierte Nachbarn kleine grüne Oasen geschaffen, in denen Essbares gewachsen ist, geerntet und genossen wurde.

Wenn Bürger in ihrer Nachbarschaft einen Standort entwickeln möchten, nehmen sie Kontakt mit der "Essbaren Stadt"-Gruppe auf. Vor Ort wird überlegt, welche Flächen am besten geeignet sind. Die Gruppe unterstützt dabei, den Grundeigentümer zu kontaktieren, mit ihm die Machbarkeit zu prüfen und das Rechtliche und Organisatorische zu klären.

Man trifft sich, um gemeinsam die Hochbeet-Anlage zu planen und das Viertel über das Vorhaben zu informieren. Erde und Material werden organisiert und bei einem gemeinsamen Aufbau- und Pflanztermin entstehen die Hochbeete. Die überschaubare regelmäßige Gartenarbeit wird unkompliziert und flexibel in kleinen Gruppen untereinander abgesprochen.

Belebung der Nachbarschaft

Ziel ist es, Gemüse zu ernten und dadurch ein Verständnis für die Bedeutung von lokalem Gemüseanbau und kurzen Lieferketten in Zeiten des Klimawandels zu fördern. Darüber hinaus werden die Menschen dazu ermächtigt, sich zu vernetzen und ihre eigene Nachbarschaft mit zu gestalten. So können rund um die Hochbeete nachbarschaftliche Aktivitäten und Events stattfinden. "Durch die Hochbeete habe ich erst meine eigene Nachbarschaft kennengelernt" berichtet Arne vom Sandbad.

Im Babenberger Viertel fand zusammen mit dem Stadtviertel-Projekt der Caritas und dem Bürgerverein Süd-West ein erfolgreicher Nachbarschaftsflohmarkt statt. Im Malerviertel mit der tatkräftigen Unterstützung des Stadtteilzentrums Löwenzahn wurde bei der letzten Pflanzaktion im Herbst ein Suppenfest gefeiert. In einem entspannten Kreisgespräch konnte jeder berichten, was die "Essbare Stadt" für ihn bedeutet. Dabei wurde sichtbar, welche breit gefächerten Kooperationen entstanden sind. Bürgermeister Christian Lange lobte das Projekt als Beispiel gelungenen bürgerlichen Engagements.

Passend zu den Hochbeeten wurde bei dieser Gelegenheit das neue Insektenhotel vom bfz-Bamberg eingeweiht. Anschließend haben die Kinder des Viertels unter Anleitung und tatkräftiger Unterstützung von Herrn Neuberth, Leiter des Garten- und Friedhofamtes, Obstbäume und Beerensträucher gepflanzt.

Für 2019 haben sich bereits neue Aktive für weitere zwölf Standorte gemeldet. Wer mehr erfahren möchte oder selbst einen Standort initiieren und entwickeln möchte, kann die "Essbare Stadt"-Bamberg-Gruppe kontaktieren unter

www.essbarestadt-bamberg.de. red



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