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Harsdorf

"Auf ihn war stets Verlass"

Pfarrer Ralph Meyer verlässt Harsdorf und geht Ende März in den wohlverdienten Ruhestand.
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Dekan Thomas Kretschmar (links) nahm die Entpflichtung von Pfarrer Ralph Meyer vor; in der Mitte Ehefrau Evi Meyer. Foto: Werner Reißaus
Dekan Thomas Kretschmar (links) nahm die Entpflichtung von Pfarrer Ralph Meyer vor; in der Mitte Ehefrau Evi Meyer. Foto: Werner Reißaus

Mit Reinhard Meys "Gute Nacht, Freunde" nahm Pfarrer Ralph Meyer Abschied von der evangelischen Kirchengemeinde Harsdorf, in der er fast sechs Jahre gewirkt hatte. Zum 31. März geht der Seelsorger in den Ruhestand. Dekan Thomas Kretschmar entpflichtete ihn von seinen Aufgaben.

Seinen Ruhesitz wird Ralph Meyer mit seiner Ehefrau Evi und Hund Randy in Marktleugast einnehmen. Pfarrer Ralph Meyer stellte fest, dass Abschied auch eine Situation, ein Augenblick ist, in dem Bilanz gezogen wird. Was bleibt, ist sein Tun und Schaffen in der Kirchengemeinde Harsdorf.

Im Gottesdienst erinnerte er an viele Höhepunkte im Gemeindeleben. "Wir beide haben es nicht für möglich gehalten, dass die Anteilnahme so überaus groß ist. So fällt es uns schwer, heute Abschied zu nehmen", sagte der Pfarrer. "Wir durften immer wieder spüren, dass wir nicht allein gelassen wurden. Wir sind Ihnen von Herzen dankbar für jeden einzelnen Tag, den wir hier bei Ihnen sein durften." Mitte April werde er mit seiner Frau Harsdorf verlassen und nach Marktleugast ziehen - "und damit viele uns lieb gewordene Menschen zurücklassen".

Dekan Thomas Kretschmar nahm die Verabschiedung aus dem aktiven Dienst vor: "Ich danke jetzt nicht nur als Dekan von Kulmbach, sondern auch im Namen unserer Landeskirche."

Die Urkunde für die Versetzung in den Ruhestand überreichte die stellvertretende Pfarrerseniorin Bettina Weber. Mit der Urkunde wird Pfarrer Ralph Meyer für die Verkündigung des Evangeliums und seinen Dienst gedankt.

Pfarrer auf Umwegen

Dekan Thomas Kretschmar ging kurz auf die Biografie Meyers ein, der in Bamberg geboren wurde und in Ludwigstadt aufwuchs und in der kirchlichen Jugendarbeit groß wurde. Nach dem Abitur ergriff der scheidende Geistliche zunächst das Studium der Betriebswirtschaft in Würzburg und sammelte gleichzeitig in der Firma seiner Mutter praktische Erfahrungen. "Am Ende zog dann doch die Kirche mehr und Ralph Meyer entschied sich für einen Wechsel zum Theologiestudium."

Von den Pfarrstellen erwähnte Kretschmar besonders Grafengehaig, wo Meyer sehr viel als "Baumeister" unterwegs gewesen sei. Nicht unerwähnt ließ der Dekan auch die lange Vakanz in Neuenmarkt, die Meyer während seiner Zeit in Harsdorf mit übernahm: "Auf ihn war stets Verlass."

Erfrischende Predigten

Für die Gemeinde und den Landkreis Kulmbach sprach Bürgermeister Günther Hübner: "Harsdorf hatte in Ihnen einen ausgezeichneten Partner in der allgemeinen Zusammenarbeit und besonders im Bereich der Kindertagesstätte. Sie führten den Dienst in der Kirchengemeinde mit großer Umsicht und Überzeugung." Und noch etwas merkte der Bürgermeister an: "Als Kirchenvorstand und Harsdorfer Bürger möchte ich mich herzlich für Ihre erfrischenden Predigten bedanken."

Für den Kirchenvorstand verabschiedete sich Vertrauensfrau Waltraud Dörfler in launischer Versform, für das Pfarrkapitel sprach Pfarrerin Bettina Weber und für die Kooperationsregion Pfarrer Peter Ahrens.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor unter der Leitung von Martin Diwitat, dem Gesangsduo Hagen und von Armin Schwieder an der Orgel. Nach dem Gottesdienst lud Ralph Meyer noch zu einem Empfang in das Gemeindehaus ein. Dort hatten die Harsdorfer Gelegenheit, ihrem Pfarrer persönlich "Auf Wiedersehen" zu sagen.