Kirchleus

Auf der Eichenbühler Kerwa hat's gefunkt

Seit 60 Jahren sind Gertraud und Philipp Fiedler verheiratet, zu ihrer diamantenen Hochzeit durften sie zahlreiche Glückwünsche entgegennehmen. Kein Wunder, denn vor allem der Jubelbräutigam war über ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Gertraud und Philipp Fiedeler (Mitte) mit OB Henry Schramm (links) und stellvertretendem Landrat Dieter Schaar Foto: Werner Reißaus
Gertraud und Philipp Fiedeler (Mitte) mit OB Henry Schramm (links) und stellvertretendem Landrat Dieter Schaar Foto: Werner Reißaus

Seit 60 Jahren sind Gertraud und Philipp Fiedler verheiratet, zu ihrer diamantenen Hochzeit durften sie zahlreiche Glückwünsche entgegennehmen. Kein Wunder, denn vor allem der Jubelbräutigam war über viele Jahre in der Dorfgemeinschaft von Kirchleus außerordentlich engagiert.

Philipp Fiedler stammt aus Eichenbühl bei Weißenbrunn, Gertraud Fiedler ist eine gebürtige Kirchleuserin. Bei der Kirchweih in dem kleinen Ort Eichenbühl lernte sich das Jubelpaar kennen, schon bald danach führte der damals 19-Jährige seine zwei Jahre jüngere Frau zum Traualter in der Kirchleuser Kirche.

"Berg und Tal kommen nicht zusammen, aber die Leute", schmunzelte Gertraud Fiedler. Zur Frage, ob es in der Küche auch einmal "geraucht" habe, gab der Jubelbräutigam sehr schnell eine Antwort: "Das wird nicht verraten! Das ist ein Betriebsgeheimnis." Der gelernte Maurer war 24 Jahre bei der Firma Backer-Bau in Kulmbach als Polier tätig. Mit seiner Ehefrau betrieb er auch eine kleine Landwirtschaft.

Die junge Familie ist schnell gewachsen. Zur Tochter und den zwei Söhnen zählen heute auch fünf Enkel und zwei Urenkel. Philipp Fiedler hatte es am Anfang als "Reingeschmeckter" nicht gerade leicht, doch die Kirchleuser wussten sehr schnell: Hier ist ein Mann, der sich für die Dorfgemeinschaft engagiert. Gefragt war auch sein handwerkliches Geschick als Maurer. Zwölf Jahre lang leitete er die Dorfhalle, die er als verantwortlicher Bauleiter auch selbst mit errichtet hatte, 1975 gründete der heute 79-Jährige den gemischten Chor und stand 32 Jahre an der Spitze des Gesangvereins Kirchleus - und er singt auch noch. Verschmitzt fügt die Frohnatur hinzu: "Ohne mich geht nichts!"

Der Kirchgang ist für das Jubelpaar am Sonntag nach wie vor wichtig. Philipp Fiedler fertigt nebenbei kleine Holzkreuze an, die an die Sterbenden in Palliativstationen verschenkt werden. Einige der 3000 Exemplare gingen bis nach Amerika.

Die Glückwünsche der Stadt Kulmbach überbrachte Oberbürgermeister Henry Schramm, die des Landkreises Kulmbach stellvertretender Landrat Dieter Schaar. Werner Reißaus

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren